Mumpf

Eidgenössische Pontonier-Wettfahren: 330 Kubikmeter Holz verbaut

Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Pontonierwettfahren vom 26. bis 28. Juni im Mumpf laufen auf Hochtouren. Am Rhein sind diverse Vorboten des Grossanlasses bereits jetzt unübersehbar.

ELIA Jasch-Ramsteck (Südkurier)
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Hier packen die Chefs selbst mit an (v.l.): Peter Studinger, Vereinspräsident und Verantwortlicher der Wettkämpfe, Jürg Müller, Co-Präsident und Gemeindeammann von Mumpf, sowie Markus Weiersmüller, Chef der Sicherheit.

Hier packen die Chefs selbst mit an (v.l.): Peter Studinger, Vereinspräsident und Verantwortlicher der Wettkämpfe, Jürg Müller, Co-Präsident und Gemeindeammann von Mumpf, sowie Markus Weiersmüller, Chef der Sicherheit.

Südkurier/ejr

«Das Eidgenössische Pontonierwettfahren geht bereits in seine 39. Auflage, geht aber zum ersten Mal in Mumpf über die Bühne – und dafür haben sich die Organisatoren bereits jetzt schon gut gerüstet», erklärt Peter Studinger, Präsident der Pontoniere Mumpf und Chef der Wettkämpfe. Die mittlerweile unübersehbaren Stege entlang des Rheinufers und Holztürme inmitten des Rheins unterhalb der Rheinuferstrasse auf einem Kilometer Länge fallen auf.

Die Podeste dienen als Umfahrungspunkte der Wettkampfteilnehmer und sind, wie auch die Stege, im Rahmen der Veranstaltung den Kampfrichtern vorbehalten. Die Zuschauer werden das Spektakel von den Uferpromenaden entlang der Schweiz und Deutschland aus verfolgen können.

Die Armee hilft mit

Hier haben sich die Einsatzkommandos für Katastrophenhilfe der Schweizer Armee bereits kräftig ins Zeug gelegt und alles für den 3-Tages-Event vorbereitet und das unter denkbar ungünstigen Witterungsbedingungen. Bei Regen, Sturm und Kälte ist immer wieder Motivation gefordert, denn der Arbeitstag der Einsatzkräfte umfasst bis zu elf Stunden – und das fünf Wochen am Stück. Und da das Eidgenössische Pontonierwettfahren eine grenzüberschreitende Veranstaltung ist, wurde nicht nur auf der Schweizer Seite, sondern auch parallel auf der deutschen Seite gearbeitet.

Aber warum kommt hier die Armee zum Einsatz und nicht ein Bauunternehmen? Einsatzkommandos für Katastrophenhilfe sind darauf ausgerichtet, schnell vor Ort zu sein und auch in unwegsamem Gelände effizient arbeiten zu können. Da ist der Rhein eine passende Herausforderung. Hier werden nicht nur die notwendigen Arbeiten zügig erledigt. Gleichzeitig ist die Arbeit auch eine Art Training für die Armeeangehörigen.

«Aber noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, weil der Boden im Rhein sehr felsig ist und die Soldaten ihre Mühen haben, die Pfosten für die Vorrichtungen 1,50 Meter tief in den Boden zu rammen», führt Studinger aus. «Hier werden wir noch nach anderen Lösungen suchen und nachmontieren müssen.» Arbeiten, die noch ein paar Tage in Anspruch nehmen werden. Denn einer der Türme hatte sich schon gelöst.

Wenngleich die Arbeitsmassnahme für die Armee zu einer ungünstigen Jahreszeit erfolgt, liess sich kein anderer Termin vereinbaren. Die frühe Fertigstellung der Gesamtanlage mit Podest und Stegen bietet den Pontonieren dafür die Möglichkeit, sich auf die Wettbewerbe optimal vorbereiten zu können. «Damit haben wir die Offerte, den Heimvorteil zu nutzen und innerhalb der Anlage zu trainieren», so Studinger.