Oeschgen

Diesmal sagt das Stimmvolk deutlich Ja zum neuen Kindergarten

Der Souverän von Oeschgen sagt Ja zum Baukredit von 2,1 Millionen Franken zum neuen Kindergarten. Im Frühling 2016 soll er bezugsbereit sein.

Hans Christof Wagner
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Das Grundstück des alten Kindergartens wird verkauft. Der neue Kindergarten soll 2016 bezogen werden.

Das Grundstück des alten Kindergartens wird verkauft. Der neue Kindergarten soll 2016 bezogen werden.

Nadine Böni

Ursprünglich hatte das Bauvorhaben nur 1,9 Millionen Franken gekostet. Doch bei der Wintergmeind 2014 musste der Gemeinderat eine Zurückweisung hinnehmen. Kritikpunkte waren die Grösse des Mehrzweckraums, die Grösse und Ausstattung der Küche und das Fehlen einer Photovoltaikanlage.

So setzten sich Gemeinderat und Architekten im Januar zusammen, um die Änderungswünsche umzusetzen. Aufgrund der einfachen Bauweise, berichtete Gemeindeammann Christoph Koch am Dienstag, ist die Erweiterung des Mehrzweckraums auf jetzt 111 Quadratmeter und der Küche auf 28 Quadratmeter vergleichsweise einfach zu bewerkstelligen. Auch die Gesamterscheinung des Gebäudes werde durch die Vergrösserung kaum verändert.

Der nach Süden ausgerichtete Teil der Dachfläche des Gebäudes ist den neuen Plänen nach vollständig mit Solarmodulen versehen. Zusammen bringen sie es auf eine Spitzenleistung von 24 Kilowatt. 75 000 Franken kostet die Anlage. Dem stehen Einsparungen bei der Dachkonstruktion von 20 000 Franken sowie Einnahmen durch die KEV (Kosteneckende Einspeisevergütung) von 90 000 Franken gegenüber. Die Summe wäre noch höher, ginge die Anlage noch im September dieses Jahres ans Netz. Doch damit ist laut Koch nicht zu rechnen. Der Zeitplan: Baugesuch bis Mai 2015, Rohbau bis Ende September 2015, Bezug Frühjahr 2016.

Koch, der bei einer Orientierungsversammlung im November 2014 schon die ursprünglichen 1,9 Millionen Franken als hoch für Oeschgen wertete, hielt am Dienstagabend die Mehrkosten von 200 000 Franken für vertretbar. Auf eine Nutzungsdauer von 40 Jahren gerechnet, bedeute das pro Jahr lediglich 5000 Franken mehr. Hinzu komme ja noch der Erlös aus dem Verkauf des Grundstücks, auf dem der alte, 1974 erbaute Kindergarten steht. Koch bezifferte ihn auf eine halbe Million Franken. Ob es Subventionen für den Kindergarten gibt, werde die Gemeinde ausserdem prüfen.

Trotzdem gab es noch einmal Diskussionen. «Gibt es Steuererhöhungen, wenn wir heute zustimmen?», fragte einer. Koch: «Im Moment ist keine vorgesehen.» Auch andere Investitionen wie die Sanierung der Hinterdorfstrasse müsse die Gemeinde der Mehrkosten wegen nicht zurückstellen, hiess es. Kritik wurde laut an der Fassade des geplanten Gebäudes, da diese nicht zum Schulgebäude passe.

Franz Zundel von der Männerriege Oeschgen, von der die Zurückweisung des ursprünglichen Projekts wesentlich ausgegangen war, meldete sich auch zu Wort. Er sagte, es gebe jetzt keinen Grund mehr, die Zustimmung zu verweigern. Das taten dann auch 60 von 68 anwesenden Stimmbürgern. Sechs stimmten mit Nein, zwei enthielten sich.

Projekt Friedhofsanierung

Alessandro Quaresima informierte die Versammlungsteilnehmer über das anstehende Projekt Friedhofssanierung. Der Gemeinderat nannte als Probleme nicht barrierefreie Wege, sanierungsbedürftige Bänke, schadhafte Umrandungen und lose Steine. Planer Martin Abrahamse stellte das Umgestaltungsprojekt im Detail vor. Vorgesehen ist, weitere Urnengräber oder Urnenwände zu schaffen und den Platz vor der Abdankungshalle zu erweitern. Bestehende Bäume würden entfernt und durch neue ersetzt.

Noch bis zum 17. April, sagte Alessandro Quaresima, können Oeschger Einwohner Wünsche anmelden. Der Gemeinderat bringt das Projekt dann in die Sommergmeind ein.