Frick

Die beiden Polizeikorps ziehen um

Der neue Polizeiposten ist in zwei Wochen fertig. Bezogen wird er Ende Januar – nach umfangreichen Technik- und Sicherheitstests.

Thomas Wehrli
Drucken
Teilen
Die Umbauarbeiten am alten Gemeindehaus sind fast fertig; Ende Januar ziehen hier die beiden Polizeikorps ein. sUe

Die Umbauarbeiten am alten Gemeindehaus sind fast fertig; Ende Januar ziehen hier die beiden Polizeikorps ein. sUe

Sophie Ursprung

Wo einst über politische Anliegen debattiert und gestritten wurde, werden schon bald Streithähne vernommen: Das alte Gemeindehaus wird derzeit für die beiden Polizeikorps – die Kantonspolizei und die Polizei Oberes Fricktal – umgebaut. Sie werden ihre neuen Posten Ende Januar beziehen.

Man sei damit im Zeitplan, sagt Gemeindeschreiber Michael Widmer. «Der Bau wird wie geplant Mitte Dezember abgeschlossen und übergeben.» Aktuell seien die Schlussarbeiten im Innenausbau im Gange wie das Verlegen von Böden, Malerarbeiten sowie der Einbau von Schalteranlagen. «Zudem werden verschiedenste Schreiner- und Elektrikerarbeiten ausgeführt», so Widmer.

Dass der neue Polizeiposten trotz Fertigstellung in zwei Wochen erst Ende Januar bezogen wird, hat vorab (sicherheits-)technische Gründe. «Das Polizeigebäude beinhaltet sehr viel Technik, von der Kommunikation über die Informatik sowie die Sicherheit bis zum Schliess-System, das erhöhten Anforderungen zu genügen hat», sagt Widmer. Daher seien eine besonders sorgfältige Inbetriebnahme wie auch Tests der Gebäudetechnik vorgesehen, weshalb der Bezug des Gebäudes auf Ende Januar festgelegt wurde. «Die Polizei muss sich vom ersten Tag an auf eine funktionierende Technik verlassen können.»

Der Umzug wird dabei gestaffelt erfolgen, wie Widmer erklärt. «Ein Korps beginnt mit dem Umzug und das andere verbleibt während weniger Tage im alten Gebäude.» Die genauen Termine wie auch die Erreichbarkeit der beiden Korps werden laut Widmer im Januar im Detail der Öffentlichkeit kommuniziert.

Kredit kann eingehalten werden

Gute Nachrichten gibt es auch von der Kostenfront: Die Kredite können voraussichtlich eingehalten werden, mehr noch: «Derzeit gehen wir von einer Unterschreitung aus», sagt Widmer. Detailzahlen will er nicht nennen. Diese könnten erst kommuniziert werden, wenn die Bauabrechnung vorliegt.

Gesprochen hat der Souverän den Umbaukredit von knapp drei Millionen Franken vor gut zwei Jahren zusammen mit dem Kredit über neun Millionen Franken für den Neubau des Gemeindehauses. Gegen den Gemeindeversammlungsentscheid wurde im Juni 2016 zwar das Referendum ergriffen, es hatte im September an der Urne aber keine Chancen.

Nicht enthalten in diesem Kredit war der Mieterausbau. Dieser kostet weiter 1,3 Millionen Franken. Bezahlen müssen diesen Ausbau die beiden Polizeikorps. Im Fall der Kantonspolizei (636 000 Franken) ist es der Kanton, bei der Polizei Oberes Fricktal (651 000 Franken) zahlt die Gemeinde Frick den Investitionsanteil. Dieser wird dann den anderen 20 Vertragsgemeinden über die Mietkosten verrechnet.

Klar ist auch schon, was mit dem heutigen Polizeiposten, der nur wenige Meter vom neuen Standort entfernt ist, geschieht. «Das Grundstück wird zusammen mit dem Gebäude verkauft», so Widmer. Damit bricht für das Gebäude vis-à-vis der Migros eine dritte Nutz-Epoche an: Lange Jahre war das Gebäude Sitz der Allgemeinen Aargauischen Ersparniskasse.

Einige Zeit nach der Fusion mit der Aargauischen Hypotheken- und Handelsbank auf den 1. Januar 1989 zur Neuen Aargauer Bank entschied sich die Bankleitung, sich auf den ehemaligen «Hypi»-Standort gegenüber dem «Rebstock» zu konzentrieren. Seit 1999 ist die Polizei im Gebäude einquartiert; zuerst die Kantonspolizei und ab 2007 auch die damals neu gegründete Polizei Oberes Fricktal.