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«Der slowUp Hochrhein ist nicht gefährdet»

Der slowUp muss einen Rückzug von mehreren Sponsoren verkraften. Deswegen wurden an der Veranstaltung vom Sonntag Vignetten verkauft – mit Erfolg.

Dennis kalt
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Der 15. slowUp Hochrhein im Wetterglück: Tausende nutzten am Sonntag die Gelegenheit, das Auto für ein paar Stunden stehen zu lassen; die Schweiz ist auf dem Münsterplatz in Bad Säckingen präsent.

Der 15. slowUp Hochrhein im Wetterglück: Tausende nutzten am Sonntag die Gelegenheit, das Auto für ein paar Stunden stehen zu lassen; die Schweiz ist auf dem Münsterplatz in Bad Säckingen präsent.

Peter Schütz

Der slowUp Hochrhein ist ein teures Pflaster. Für Werbung, Organisation, Streckensperrung sowie rund 300 Helfer von Polizei, Feuerwehr und der Sanität müssen die Organisatoren tief in die Tasche greifen. So betrug das Budget für den 15. grenzüberschreitenden motorlosen Bewegungsanlass vom Sonntag zwischen Stein/Bad Säckingen und beiden Laufenburg rund 100 000 Franken.

Das Gros des Budgets setzt sich aus Sponsoren-Beiträgen zusammen. Weil sich jedoch in den letzten Jahren gleich vier grosse Sponsoren zurückzogen – die CSS Versicherungen, Swissmilk, die Gesundheitsförderung Schweiz und die Rothaus-Brauerei –, entschieden sich die Organisatoren dazu, diesen finanziellen Ausfall durch den Verkauf von Vignetten – reflektierende Aufkleber, die am Velo angebracht werden können – zu einem Preis von fünf Franken zu kompensieren. Insgesamt betrug die Vignetten-Auflage 10 000 Stück. «Obwohl der Vignetten-Kauf fakultativ war, konnten wir einige tausend an die Teilnehmer bringen», sagt slowUp-Geschäftsführer Wendel Hilti.

Der 15. slowUp Hochrhein im Wetterglück
11 Bilder
 Bestens gelaunt: In Münchwilen wärmen sich die Teilnehmer auf.
 Bernhard Scholl, Bruno Tüscher, Peter Bircher, Martin Kistler und Gerhard Zumsteg (von links) geben die Strecke frei
slowUp Hochrhein 2018
 Nepomuk in Laufenburg schaut zu
 Noch ein Foto, bevor es über die Holzbrücke nach Stein geht
 Bei Rot in Kaisten durchgefahren und keiner meckert
 Die Steelband Panskan in Kaisten
 Ein Filmchen vom Velo aus
 Kirschen gabs in Laufenburg
 Die Schweiz ist auf dem Münsterplatz in Bad Säckingen präsent

Der 15. slowUp Hochrhein im Wetterglück

Peter Schütz

Eine Solidaritätsbekundung

Laut ihm sei das Verkaufsergebnis, mit dem man «sehr zufrieden» ist, als Solidaritätsbekundung für die Veranstaltung zu verstehen. «Viele Teilnehmer geniessen es, alleine, mit Freunden oder der Familie an einem Sonntag auf dem Velo befreit vom motorisierten Verkehr am Hochrhein unterwegs sein zu können», erklärt Hilti.

Auch aufgrund des Vignetten-Verkaufs ist laut Hilti «der slowUp für die nächsten zwei bis drei Jahre nicht gefährdet». 2019 soll die Auflage der Vignetten erhöht werden. Der Preis wird gemäss Hilti auch dann wieder bei fünf Franken liegen. Beibehalten werden soll auch der Pocket-Flyer, der die bisherige slow-Up-Zeitung ersetzt. «Zum einen sparen wir durch diese Umstellung Kosten ein, zum anderen ist das Format praktischer und die Teilnehmer können den Pocket-Flyer auf die Strecke mitnehmen», sagt Hilti und schiebt nach, dass das neue Format gut angekommen sei.

Nicht nur mit dem Vignetten-Verkauf, auch mit der Teilnehmer-Zahl von rund 25 000 – etwa 5000 mehr als im Vorjahr – ist Hilti zufrieden. «Das Wetter hat mitgespielt: nicht zu heiss, nicht zu kalt und vor allem kein Regen.» Grössere Vorfälle waren nicht zu verzeichnen. «Es gab die eine oder andere Blessur – nichts Aussergewöhnliches. Insgesamt hatten die Sanitäter einen relativ ruhigen Tag», sagt Hilti.

Public Viewing an der Strecke

Vor allem am Vormittag und frühen Nachmittag sei die Strecke gut frequentiert gewesen. Später, gegen 16 Uhr, sei dann kaum noch etwas losgewesen. «Viele sind zu den Public-Viewing-Arenen nach Bad Säckingen oder Murg aufgebrochen, um sich das WM-Spiel der deutschen Fussball-Nationalmannschaft um 17 Uhr anzuschauen», sagt Hilti.