Frick

Der Matchball ist versenkt: Die Tennishalle kann gebaut werden

Einsprecher und Tennisclub Frick haben sich geeinigt: Alle Einwendungen zum Projekt wurden zurückgezogen. Am Projekt werden nun leichte Änderungen vorgenommen.

Thomas Wehrli
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Tennishalle Frick
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Geplante Tennishalle in Frick; Baubeginn frühestens im Herbst 2019
Geplante Tennishalle in Frick; Baubeginn frühestens im Herbst 2019
Geplante Tennishalle in Frick; Baubeginn frühestens im Herbst 2019

Tennishalle Frick

zvg

Der Matchball, wenn man so will, ist versenkt: An der Einwendungsverhandlung gegen das Baugesuch für eine Tennishalle in Frick «konnte eine Einigung erzielt werden, die dazu führte, dass alle Einwendungen zurückgezogen wurden», sagt der Fricker Gemeindeschreiber Michael Widmer auf Anfrage der AZ. Damit ist klar: Der Tennisclub Frick (TCF) kann sein Grossprojekt verwirklichen.

Die Einigung besteht darin, dass die beiden neuen Aussenplätze, die westlich der heutigen Anlage zu liegen kommen, um 75 Zentimeter abgesenkt werden, womit die Lärmemissionen im höher gelegenen Wohnquartier reduziert werden können.

Zudem wird der Parkplatz nicht wie ursprünglich geplant vergrössert, und er wird versiegelt. Besonders am Abend störten sich Anwohner am Manövrieren der Autos auf dem Kiesparkplatz. Mit welchem Belag der Parkplatz versiegelt wird, ist noch offen.

Baubewilligung wird in den nächsten Wochen erteilt

Der Club reichte inzwischen entsprechend überarbeitete Pläne ein, wie Widmer sagt. Diese würden derzeit von der Abteilung Bau und Umwelt geprüft. «Die Baubewilligung durch den Gemeinderat dürfte in den nächsten Wochen erteilt werden können, sofern sich bei der Prüfung der Unterlagen nichts anderes ergibt.»

Entsprechend gross ist die Freude bei TCF-Präsident Massimo Fini. «Das bedeutet, dass die wohl wichtigste Ampel, jene der Baubewilligung, nun auf Grün steht.» Es gehe in den nächsten Wochen nun darum, die andere Ampel ebenfalls auf Grün zu schalten. So ist der Club daran, den Kostenvoranschlag zu vervollständigen, der dann die Grundlage für das definitive Hypothekargesuch bildet. Gleichzeitig werden die Planungsarbeiten weiter vorangetrieben.

Das Hallen- und Sanierungsprojekt ist ein grosser Meilenstein in der 52-jährigen Clubgeschichte. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 3,5 Millionen Franken. Ein grosser Brocken für den Club mit seinen 250 Mitgliedern. Laut Fini steht die Finanzierung weitgehend.

Neben Hypotheken, Eigenmitteln und Beiträgen aus dem Swisslos-Fonds sind die Darlehen von Klubmitgliedern eine wichtige Säule der Finanzierung. Über 300'000 Franken sind so bereits zusammengekommen, was Fini «bombastisch» findet.

Aussenplätze könnten im Frühjahr 2020 spielbereit sein

Der Club, der seit 40 Jahren auf der Anlage am Juraweg zu Hause ist, wird die Tennishalle auf den heutigen Plätzen 1 und 2 erstellen. Die Halle wird über drei Plätze verfügen und kann auch für die noch junge Sportart Racketlon genutzt werden. Die vier Aussenplätze werden neu erstellt. Zudem wird das Klubhaus um einen dritten Squash-Court erweitert werden. TCF und Squash Club Fricktal nutzen die Anlage seit 2005 gemeinsam. An den Gesamtinvestitionen beteiligt sich der Squash Club mit 400'000 Franken.

Der Zeitplan sei noch offen, sagt TCF-Präsident Massimo Fini. Falls sämtliche Planungsarbeiten in den nächsten Wochen abgeschlossen werden können, könnten die Baumaschinen noch im Spätherbst auffahren. Bei diesem «optimistischen Szenario» wären die neuen Aussenplätze im Frühjahr 2020 spielbereit, die Halle im Herbst 2020.

Falls die Planungen mehr Zeit benötigen, wird der Baustart um ein Jahr verschoben. «Wir können nur im Herbst mit dem Bau beginnen», erklärt Fini, «denn bis im Herbst läuft die Aussensaison und ab Frühjahr müssen die Aussenplätze wieder bereit sein.»