Böztal
Referendum gegen Abfallreglement: Grünabfuhr ist der Hauptstreitpunkt

Über 300 Böztalerinnen und Böztaler haben das Referendum gegen das Abfallreglement ergriffen. An der Gemeindeversammlung hatte vor allem die Regelung der Grünabfuhr für Diskussionsstoff gesorgt.

Nils Hinden
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In Bözen und Elfingen galt schon bisher das Verursacherprinzip (Symbolbild).

In Bözen und Elfingen galt schon bisher das Verursacherprinzip (Symbolbild).

Daniel Vizentini / Aargauer Zeitung

Im Böztal wurde das Referendum gegen das neue Abfallreglement ergriffen. Dieses sieht unter anderem die Einführung des Verursacherprinzips für Grüngut vor. An der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember hatte sich der Böztaler Souverän noch für das Reglement ausgesprochen, jedoch hatte die Regelung zur Grüngutentsorgung für Diskussionen gesorgt.

Das führt daher, dass die Abgabe von Grüngut in den vier Fusionsgemeinden bisher unterschiedlich geregelt war. Während in Elfingen und Bözen das Verursacherprinzip galt, war die Abgabe in Effingen und Hornussen vor Ort «gratis». Allerdings waren in diesen Gemeinden die Abfallgebühren höher.

Wie viele Unterschriften eingereicht wurden, sei noch nicht bekannt, sagt der Gemeindeammann Robert Schmid. Nach einer Schätzung der Gemeinde hätten wohl über 300 Einwohnerinnen und Einwohner unterschrieben, so Schmid. Aufgrund der Diskussion an der Gemeindeversammlung überrasche ihn das nun ergriffene Referendum nicht.

Schmid weiter: «Wir sind bestrebt, das Abfallreglement am 13. Februar an die Urne zu bringen.» Er stehe weiterhin hinter dem neuen Abfallreglement, so Schmid. Das neue Abfallreglement solle nicht an der Grüngutentsorgung scheitern. Bis zum Entscheid gelten die Abfallreglemente von Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen weiterhin.

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