Gipf-Oberfrick
Bauprojekt sieht fünf Mehrfamilienhäuser vor: In der alten Badi gibt es 27 Wohnungen

In Gipf-Oberfrick liegt ein Bauprojekt mit fünf Mehrfamilienhäusern auf. Heute weiden an diesem Ort Schafe – vor Jahrzehnten sprangen die Dorfbewohner dort ins Wasser.

Dennis Kalt
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Früher war das Freibad in Gipf-Oberfrick ein beliebter Ort an heissen Sommertagen.v

Früher war das Freibad in Gipf-Oberfrick ein beliebter Ort an heissen Sommertagen.v

zvg

Dort, wo noch vor Jahrzehnten die Gipf-Oberfricker an heissen Tagen ins kühle Nass gesprungen sind, wird schon bald ein Komplex mit fünf Mehrfamilienhäusern entstehen. Doch ganz wird das alte Schwimmbecken, das sich direkt am Bruggbach befindet, nicht von der Bildfläche verschwinden: «Es wird als neuer Mittelpunkt der Anlage umgestaltet und in den Garten einbezogen», heisst es im Baugesuch der Überbauung «Alti Badi» am Hammerstättenweg. Das Baugesuch liegt seit gestern auf der Gemeindekanzlei auf.

Bauherr ist die Niederer Ralph Generalunternehmer AG aus Heerburg SG. Die Baukosten belaufen sich auf zehn Millionen Franken. In den fünf Einzelbauten auf der rund 6100 Quadratmeter grossen Parzelle am Bruggbach entstehen insgesamt 27 Wohnungen. Davon acht 21⁄2-, elf 31⁄2- und acht 41⁄2-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungen sind zwischen 66 und 157 Quadratmeter gross. Die Bruttogeschossfläche beträgt rund 3500 Quadratmeter.

Dort, wo noch die Schafe weiden, soll schon bald neuer Wohnraum entstehen.

Dort, wo noch die Schafe weiden, soll schon bald neuer Wohnraum entstehen.

Tiefgarage mit 42 Abstellplätzen

Die zwei- bis dreigeschossigen Einzelbauten sind durch eine Tiefgarage, die 42 Abstellplätze enthält, miteinander verbunden. Hinzu kommen sieben Besucherparkplätze entlang des Hammerstättenwegs. Die Einzelbauten erhalten einen grauen Fassadenanstrich, die Flachdächer werden extensiv begrünt. Für die zentrale Wärmeerzeugung wird eine Grundwasserwärmepumpe installiert.

Geplant ist, dass rund um das alte Schwimmbecken für die Anwohner der Anlage ein Naherholungsraum entsteht. Aus diesem Grund bleibt das parkähnliche Gelände mit dem alten Baumbestand am Bruggbach bestehen. Auch der historische Ufersteg am Bruggbach soll erhalten und an das neue Wegnetz des überbauten Areals angeschlossen werden. Die Wohnungen im Erdgeschoss werden durch Gartenräume geschützt, die von immergrünen Hecken eingefasst sind.

Massnahmen gegen Hochwasser

Weil sich das Baugebiet an einer Engstelle des Bruggbachs befindet, sind Massnahmen gegen Überschwemmungen nötig. Diese müssen so ausgelegt sein, das die Gebäude vor einem Jahrhunderthochwasser geschützt sind. Hierfür wird bachseitig entlang dem Gehweg eine Mauer oder ein Blech angebracht. Durchlässe in einer bereits bestehenden Schutzmauer werden geschlossen.

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