Rheinfelden

Bauausstellung mobilisiert die beiden Rheinfelden

Beide Städte befürworten ein grenzüberschreitendes Projekt. Bis Ende Juli 2011 ist nun die Öffentlichkeit aufgerufen, Projektvorschläge einzureichen, die im Rahmen der IBA Basel 2020 umgesetzt werden können.

Peter Rombach
Drucken
Teilen

Aargauer Zeitung

Die Wünsche und Träume, das alte Kraftwerk zu erhalten und künftig in einen Campus mit kulturellen und wissenschaftlichen Aktivitäten beider Rheinfelden zu überführen, sind in Schutt zerfallen. Die viel zitierte «Wiege der Industrialisierung am Hochrhein und der grosstechnischen Nutzung von elektrischem Strom» steht nicht mehr. Abgerissen. Dabei hätte das Objekt mitsamt Umgebung beidseits des Rheins in die für 2020 geplante Internationale Bauausstellung Basel (IBA) mit eingebunden werden sollen.

Welche neue Weichenstellungen erfolgen, darüber müssen nun Stadtammann Franco Mazzi und Oberbürgermeister Eberhard Niethammer mit ihren Gremien beraten. Bruchlandung statt Höhenflug. Aber sie bekennen sich weiterhin zur Mitarbeit in der trinationalen Agglomeration und forcieren beispielsweise grenzüberschreitende Stadtplanung, weil auch die IBA das «länderübergreifende Engagement von Politik, Wirtschaft und Bevölkerung» favorisiert.

Bis Ende Juli 2011 ist nun die Öffentlichkeit aufgerufen, Projektvorschläge einzureichen, die im Rahmen der IBA Basel 2020 umgesetzt werden können. Gesucht sind Ideen, etwa aus den Bereichen Architektur, Landschaftsplanung, Wirtschaft, Bildung oder Kultur, die zur Entwicklung der Region und zu ihrer Identifikation beitragen. «Hauptziel ist es, den durch Grenzen unterteilten Raum des Dreiländerecks durch gemeinsame Projekte zusammenwachsen zu lassen», unterstreicht IBAGeschäftsführer Martin Jann.

Beteiligen könnten sich sowohl Privatpersonen als auch Institutionen und Unternehmen. «Eine Teilnahme an der IBA Basel 2020 trägt wesentlich dazu bei, ein Projekt effizient und breitenwirksam umzusetzen.» Dafür stünden fachliche Ressourcen und das «qualifizierte Netzwerk der IBA» zur Seite, um «konzeptionell, organisatorisch und kommunikativ» voranzukommen. Jann geht letztlich davon aus, einen «nachhaltigen Entwicklungsschub für die gesamte Region» durch die IBA zu erwirken.

Nähere Informationen und die genauen Unterlagen zum Projektaufruf unter www.iba-basel.net