Frick

Baby-Boom sorgt für Platznot – diese Liegenschaft soll Abhilfe schaffen

Weil die Geburtenzahlen stark zugenommen haben, benötigt die Gemeinde Frick jetzt eine 6. Kindergartenabteilung.

Thomas Wehrli
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Die Gemeinde hat das Einfamilienhaus am Theilerweg im Frühjahr 2016 gekauft. twe

Die Gemeinde hat das Einfamilienhaus am Theilerweg im Frühjahr 2016 gekauft. twe

Die Gemeinde Frick boomt. Und dies gleich im doppelten Sinn. Zum einen wird in der Zentrumsgemeinde eifrig gebaut, aktuell entstehen im Oberdorf und am Widenplatz gleich mehrere Mehrfamilienhäuser. Dieser Bau-Boom hat zu einem starken Bevölkerungswachstum geführt. Allein in den letzten fünf Jahren nahm die Bevölkerung von Frick um gut 300 Personen auf knapp 5300 Einwohner zu. Zum Vergleich: Vor 20 Jahren lebten 3843 Personen in Frick, vor 30 Jahren waren es erst 3355.

Gleichzeitig erlebt Frick, wie andere Gemeinden auch, einen kleinen Baby-Boom. «Die Geburtenzahlen sind seit einigen Jahren stark steigend», weiss der Gemeinderat. Lag die Zahl der Geburten bis 2005 um die 40 pro Jahr, sind es seither fast immer zwischen 50 und 60. Das bisherige Rekordjahr war dabei 2013 mit 67 Geburten. Im 2014 war es nur eine Geburt weniger.

Geburtenstarke Jahrgänge

Der Baby-Boom ist zwar erfreulich, stellt die Gemeinde gleichzeitig aber vor eine räumliche Herausforderung. Denn gemäss Schulgesetz darf eine Kindergartenabteilung auf Dauer nicht mehr als 24 Kinder aufweisen. Mit seinen fünf Abteilungen und 112 Kindergärtlern erfüllt Frick diese Vorgabe aktuell auch. Doch bereits ab dem kommenden Schuljahr rechnet der Gemeinderat mit 127 Kindern, im Jahr darauf sogar mit 135. Das wären 26 bis 27 Kinder pro Abteilung.

Die Gemeinde reagiert und schafft auf das kommende Schuljahr 2017/18 hin eine sechste Kindergartenabteilung. Dem Gemeinderat kommt dabei entgegen, dass er im Frühjahr 2016 das Einfamilienhaus am Theilerweg 4 gekauft hat – dies im Hinblick auf einen späteren Ausbau der Schulanlage. Die Liegenschaft grenzt unmittelbar an die Schulanlage Dorf an und ist damit für eine spätere Schulnutzung prädestiniert.

Umbau kostet 296 000 Franken

«Nun ergibt sich durch den Bedarf für einen zusätzlichen Kindergarten eine sinnvolle Zwischennutzung für das Gebäude», hält der Gemeinderat fest. Deshalb hat er sich an der letzten Gemeindeversammlung einen Kredit über 296 000 Franken geholt.

Das Gebäude müsse räumlich nur geringfügig angepasst werden, hält der Gemeinderat in der Botschaft an die Stimmberechtigten fest. «Lediglich die Garderoben und die sanitären Anlagen für die Kinder müssen ausgebaut werden.» Für diesen Ausbau setzt der Gemeinderat auf eine Containerlösung. Der Container, der für 36 000 Franken Occasion erworben wird, wird vor den Eingang platziert.

Hindernisfrei wird der neue Kindergarten nicht sein. Darauf kann nach Ansicht des Gemeinderates auch verzichtet werden, «da in den bestehenden Kindergärten Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind».

Das Baugesuch für die Umnutzung des Einfamilienhauses am Theilerweg 4 zum Kindergarten liegt vom 10. Februar bis 13. März bei der Abteilung Bau und Umwelt in Frick auf.