Wohlen
Vom Eifern, Reifen und Feiern: Die Kanti ehrte ihre Maturanden für einmal im Freien

Es war ein spezieller Abschluss für die Wohler Maturandinnen und Maturanden. Coronabedingt fand ihre Maturfeier am Samstag in drei aufeinanderfolgenden Tranchen statt. Das tat der Freude aber überhaupt keinen Abbruch.

Verena Schmidtke
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Die Zeugnisübergabe, hier die Abschlussklasse G4h, fand vor dem Eingang der Kanti statt.

Die Zeugnisübergabe, hier die Abschlussklasse G4h, fand vor dem Eingang der Kanti statt.

Verena Schmidtke

Die letzten Takte eines Songs hallten zwischen den Gebäuden, auf den Applaus folgte die Aufbruchsstimmung. Bevor sich die nächsten Maturandinnen und Maturanden mit ihren Begleitern Plätze suchen konnten, mussten sie noch warten, bis die vorherigen den Vorplatz der Kanti Wohlen verlassen hatten. Wie Rektor Matthias Angst in seiner Rede betonte:

«Spezielle Zeiten erfordern eben spezielle Massnahmen.»

In diesem Fall waren es drei aufeinanderfolgende Maturfeiern im Freien, um die Coronaregeln einhalten zu können. Das machte die Feier jedoch nicht weniger stimmungsvoll.

Die Kantiband mit Orchester sorgte für Stimmung.

Die Kantiband mit Orchester sorgte für Stimmung.

Verena Schmidtke

«Ausserordentlicher Jahrgang» wurde würdig gefeiert

Bevor an dieser letzten der drei Feiern die Maturanden sowie Fachmaturanden bei hochsommerlichen Temperaturen auf der Bühne ihre Ausweise entgegennehmen konnten, begrüsste Rektor Matthias Angst die Anwesenden zur ersten Open Air Maturfeier der Kanti. Dieser ausserordentliche Jahrgang habe es verdient, in einem würdigen Rahmen verabschiedet zu werden – in diesem Fall im Freien.

Rektor Matthias Angst begrüsste die Gäste.

Rektor Matthias Angst begrüsste die Gäste.

Verena Schmidtke

«Als ich im Freien schreiben wollte, tippte ich Ferien», berichtete der Schulleiter mit einem Schmunzeln, «das weckte in mir die Neugier und den Ehrgeiz, noch mehr Wörter aus diesen sechs Buchstaben zu finden.» Ein Beispiel sei «eifern».

Dann forderte er die Gäste auf, auch zu überlegen, welche Wörter es ausserdem gebe. «Reifen», schallte es aus den Reihen. «Genau», freute sich Angst, «Sie sind an der Schule vier Jahre gereift und erhalten jetzt Ihr Reifezeugnis.» Zum Abschluss hatte er noch ein kleines Wortspiel parat:

«Wir können im Freien Ihre Reife feiern, bevor Sie in die Ferien eifern.»

Als Gast hatten sich die Schulabgänger Patti Basler gewünscht. Zusammen mit dem Pianisten Philippe Kuhn hatte die Bühnenpoetin ebenfalls so manche Wortspielerei im Programm. «Ihr habt die Maturität hinter euch, ihr könnt die Lehrer, Schule, alles hinter euch lassen und seid in Zukunft angstfrei», verkündete sie und hatte damit die Lacher – auch vom Rektor – auf ihrer Seite.

Sängerin Patti Basler gab den Schülern eine wichtige Botschaft mit auf den Weg ins Erwachsenwerden.

Sängerin Patti Basler gab den Schülern eine wichtige Botschaft mit auf den Weg ins Erwachsenwerden.

Verena Schmidtke

Jahrgangsbeste hat Notendurchschnitt von 5,73

Bevor es Richtung Ferien und Zukunft ging, gab es natürlich noch die Ausweise für den weiteren Lebensweg. An der dritten Feier nahmen diese die Abschlussklassen G4g und G4h entgegen. Dazu gab es die Abschlusszeugnisse für die Fachmaturanden in den Bereichen Pädagogik, Gesundheit, Soziale Arbeit und Gestaltung.

Die Fachmaturanden der Bereiche Gesundheit, Soziale Arbeit und Gestaltung nahmen ihr Abschlusszeugnis entgegen.

Die Fachmaturanden der Bereiche Gesundheit, Soziale Arbeit und Gestaltung nahmen ihr Abschlusszeugnis entgegen.

Verena Schmidtke

Wie Matthias Angst mitteilte, gebe es an der Kanti Wohlen in diesem Jahr 145 Absolventinnen und Absolventen am Gymnasium und 39 mit einer Fachmatur. Nicht ohne Stolz fügte er abschliessend hinzu: «Die Jahrgangsbeste mit 22,5 Saldopunkten und einem Notendurchschnitt von 5,73 heisst Ashvika Pathmanathan.» Sie wurde in der zweiten Feier vom Kiwanis-Club Lindenberg vertreten durch Willy Villiger geehrt.

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