Oberlunkhofen

Schüler wagen erste Schritte Richtung Orchester

Mit viel Spass und Konzentration übten junge Musikanten der Musikschule Oberlunkhofen bekannte Melodien für das morgige Konzert ein. 38 Kinder, im Alter von 8 bis 15 Jahren, waren der Einladunge mitzutun gefolgt.

Annemarie Keusch
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«Die Lieder gefallen uns sehr, die Stimmung hier ist super», sagen die Keyboardspielerinnen Fabienne (14) und Nadine (13) hervor, die bereits zum zweiten Mal an der Musikprojektwoche in Oberlunkhofen teilnehmen. Sie gehören zu einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die sich am Montag in Oberlunkhofen trafen, um eine Woche lang miteinander zu musizieren.

Die Musikwoche ist ein Projekt der Musikschule Oberlunkhofen, die aus den Gemeinden Arni, Islisberg, Jonen, Ober- und Unterlunkhofen sowie Rottenschwil besteht. Aus diesen Gemeinden waren die Schüler der Musikschule eingeladen, sich die ganze Woche über intensiv ihrem Instrument zu widmen.

Eher weniger Teilnehmer

Der Einladung folgten 38 Kinder, im Alter von 8 bis 15 Jahren, was im Vergleich zu vorherigen Jahren eher wenige sind. «Grundsätzlich kann jedes Kind kommen, egal welches Instrument es spielt. Wir versuchen es in das Orchester zu integrieren», erläutert Isabella Eichenberger, die Musikschulleiterin aus Oberlunkhofen.

Falls dies bei einem besonders speziellen Instrument nicht möglich sei, würden diese Kinder mittels Solostücken in das Programm aufgenommen, erklärt sie weiter.

In diesem Jahr haben sich viele Schlagzeuger angemeldet, zudem hat es sieben Kinder und Jugendliche, die Keyboard spielen. Man baut deshalb während des Konzerts Stücke ein, die ausschliesslich von den sieben Keyboardern gespielt werden. Die zahlreichen Schlagzeuger wechseln sich nach jedem Song ab.

Wenig Orchestererfahrung

Viele der Schülerinnen und Schüler sind nicht orchestererprobt, dennoch zeigen sich nach den ersten Tagen erstaunliche Resultate. Die Kinder, die mit viel Elan dabei sind, demonstrieren in
den Proben mit dem ganzen Orchester ihr Können, das sie sich während den Registerproben aneignen. Jedes Register wird von einem Betreuer geleitet, von denen die meisten seit der ersten Durchführung dieser Intensivwoche dabei sind und ein eingespieltes Team bilden. «Dies ist die zweite und zugleich die letzte Musikprojektwoche, die in diesem Rahmen durchgeführt wird», erklärt Eichenberger und fügt an, dass in zwei Jahren ein einwöchiges Lager in Planung sei.

Vielfältiges Rahmenprogramm

Nebst Orientierungsläufen durch Oberlunkhofen, dem Basteln von Rhythmusinstrumenten und einem Besuch im Naturama hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit eine Nacht in der Turnhalle zu übernachten. Diese spontan geplante Aktion stiess auf grosses Interesse und es übernachteten, unter der Aufsicht der Betreuer, über die Hälfte aller Musikanten in der Halle.

Kulinarisch werden die jungen Musikerinnen und Musiker von einer dreiköpfigen Küchencrew versorgt. Für die Teilnehmer belaufen sich die Kosten auf nur 150 Franken, was der grosszügigen Unterstützung verschiedener Sponsoren, unter anderem der Ortsbürgergemeinde Oberlunkhofen, zu verdanken ist. «Unser Ziel ist, dass es für alle Kinder finanziell möglich ist, diese Projektwoche zu besuchen», fügt Musikschulleiterin Eichenberger an.

Bekannte Melodien

Für Hansruedi Probst, den musikalischen Leiter der Musikwoche, war es schwierig, im Voraus die Stücke zu planen, die eingeübt werden sollten, da er nicht wusste, wie viele Schüler sich pro Instrument anmelden werden. Er wählte ein Repertoire mit moderne Liedern und Melodien, die für die Kinder vertraut sind.

Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich sichtlich wohl während den Proben. Sie sind ruhig und diszipliniert, im Wissen, dass sie nur mit Konzentration die hochgesteckten Ziele erreichen können.

Der Höhepunkt der Woche folgt morgen Freitag um 19 Uhr in der Turnhalle in Unterlunkhofen, wo die jungen Musikanten vor den Augen ihrer Eltern und Bekannten die eingeübten Stücke zum Besten geben werden.