Wohlen
Schnitzelbänke 2019: Vom Steuerfuss, Tsunami und «geistigem Blüttle»

Urs Senn ist als Schnitzelbänkler «s’Triangeli» aus der Wohler Fasnacht nicht mehr wegzudenken. Die AZ druckt einige seiner 20 Verse ab, die er in diesem Jahr zum Besten gibt.

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Die Wohler Geflügelwienerli werden auch vom «Triangeli» in seiner Schnitzelbank thematisiert.

Die Wohler Geflügelwienerli werden auch vom «Triangeli» in seiner Schnitzelbank thematisiert.

Christian Breitschmid

Sind die jetzt ächt muslimisch halal oder jüdisch koscher?

Oder hed mir für die Würschtli richtigs Schwynigs mit verworschtet?

«So Frooge sind zentral, denn s’goht ums Heil vom Oobeland!

Eusi Kultur, die isch bedroht dur de Würschtlistand!»

Seid de Gallati, schmöckt am Pouletwürschtli und wird vor Ekel gschüttlet.

Pardon: So-n-e doofi Show abzieh, dem säg’ ich «geistig Blüttle»!

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Mer redt ganz viel vom «neue Wind» im Wohler Gmeindhuus unde.

Und, jo, mer het so Luftstöss registriert und ihre Quelle gfunde:

De neui Wind, de pfyyft allpot, und er entstoht nid z’letscht,

Will scho wieder öpper künndt hed und bim Goh luut d’Türe schletzt.

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S’gitt i de nächschte Badisaison z’Wohle neu e Gwichtsbeschränkig;

Als Dicksack dörfsch dyn feisse Body nümm d’Rutschbahn abe länke;

Denn s’Wasser schwappet dund, wennt landisch, so mächtig usem Becki,

Dass es über Chind und Hünd und Müetere flutschet, s’jagt dene grad e Schreck y.

Dass die Rutschbahn so viel koschtet hed, doch, das lüüchtet y:

Das Ding hed ebe, – exklusiv –, e Tsunami-Garantie.

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D’Chinese lande uf em Mond, und zwar hindenuss,

Also hinderem Mond im Dunkle und zimli wyt vom Schuss.

Sie lande z’mitzt im Krater, s’hed nume Schutt und Gröll und Stei.

Für was? frogsch di; so gruusig’ Gegende findsch doch au dihei!

Jo, s’gid sogar Lüüt, wo meinid, e Steiwüeschti hebi s’Image;

Frog nur emool d’Bauherre vo dem tolle «Räbbärg Village»!

PS. Dene Brieggine, wo meinid, das «Village» seigi e Skandal,

Säg’ ich nur: De Zoneplan händ Ihr beschlosse! Dasch glaub’ alles ganz legal.

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Im Haldeschuelhuus jublid d’Chind uf em Pauseplatz,

Und di chlyni Nina gitt vor Freud im Noel grad e Schmatz.

«Was macht Euch Chinde denn so froh? Werum hebid ihr so ab?»

«Weisch», seit druuf eis, «de Huwiler gitt d’Schuelhuusplanig ab!»

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Nach em «Zwingli»-Film stoht de Max verusse vor em Rex.

«De heilig Yfer vo dem Zwingli!» seid er, no ganz perplex.

«De verrückti Glaubenskampf!» rüeft er, und syni Stimm, die bebt,

«De mahnet mich a Kampf um’s Wohler Grüenabfuehrkonzept.»

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Wägem Lütolf Harry händ drei älter Herre vo de CVP

beschlosse, de bruuch schnellstens Hilf; es müesi öppis gscheh.

De Maa seig hyperaktiv, mängisch e chly wirr, sogar liecht SVP-affin!

My Root: Gänhd doch im Harry öppedie e Dosis Ritalin.

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De schön und muskulöösi Bachelor, de Clive, de präsentiert

Sich mit sym Wiener Tussi z’Villmärge, wo-n-er neuerdings logiert.

Läck mir! Mit settig Wärbeträäger bisch als Dorf räschtlos bedient!

Mich dunkt’s eifach, d’Villmärger händ das – trotz allem – nid verdient.

PS. De Bank isch nümme aktuell; sie händ sich trennt, die Lovers, die apaarte,

Die Chlöpfer hättid mit de Trennig würkli bis am Äschermittwoch chönne waarte!

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Zwüschem Horner und em Chreisel z’Dintike isch’s mir entgäge choh:

Es komisch’s Ding! Sehr höch und dünn, zuedeckt mit Wohler Stroh;

Es hed zerzaust uusgseh, hed g’hunke, gröchlet; churzum: totale Schade!

Ich glaub’, es isch de Stüürfuess gsy uf sym Wääg uf Aarau abe.

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