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Ringer bestätigten hohe Ambitionen mit Kantersieg

Die Ringerstaffel Freiamt kann zum Saisonstart der Nationalliga A einen 24:12-Erfolg in Einsiedeln feiern.

Wolfgang Rytz
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Ringerstaffel Freiamt Im Kampf zwischen dem Freiämter Randy Vock (blaues Dress) und Yves Neyer bis 75 kg Freistil gings drunter und drüber; zuletzt siegte Vock 8:6.

Ringerstaffel Freiamt Im Kampf zwischen dem Freiämter Randy Vock (blaues Dress) und Yves Neyer bis 75 kg Freistil gings drunter und drüber; zuletzt siegte Vock 8:6.

Aargauer Zeitung
Ringerstaffel Freiamt

Ringerstaffel Freiamt

Aargauer Zeitung

Die Ringerstaffel Freiamt hat sich in der ersten Runde der NLA-Meisterschaft bei Rivale Einsiedeln klar durchgesetzt. Doch der 24:12-Kantersieg täuscht darüber hinweg, dass sechs von zehn Einzelkämpfen umstritten verliefen. Erstaunlicherweise resümierte Freiamt-Trainer Marcel Leutert: «Ich habe ein so klares Resultat erwartet. Aber ich muss zugeben, dass noch nicht alles perfekt funktionierte.» Weniger zufrieden reagierte Antipode Urs Bürgler: «Wir wussten, dass es gegen Meisterschaftsfavorit Freiamt schwierig wird. Dazu kommt ein Fehlentscheid im 130-kg-Greco-Kampf.»

Beide Teams traten nicht in Bestbesetzung an und schonten angeschlagene Kräfte. Dennoch widerspiegelt der Kampf das aktuelle Leistungsvermögen. Freiamts Finalambitionen sind deutlich, dagegen müssen sich die Schwyzer wohl auf Bronze konzentrieren.

Überzeugende Freiämter Leistungsträger

Für den Unterschied an diesem Abend sorgten Magomed Aischkanow, Christian Zemp und Pascal Strebel mit vorzeitigen Siegen. Hinzu kam die Topleistung von Randy Vock. Der letztjährige EM-Medaillengewinner stieg in die 75er-Freistilklasse auf und lieferte Yves Neyer ein packendes Mattenduell. Der Einsiedler Spitzenringer gab nach längerer Verletzungspause ein Comeback. In den letzten zehn Sekunden wendete Vock den 2:4-Rückstand mit einer turbulenten Aktion auf einen Beinangriff zu einem 8:6-Punktesieg um. Auch Nils und Nino Leutert, Michael Bucher und Roman Zurfluh gefielen bei ihren Siegen mit grossem Kampfgeist. Ringerschwinger Zurfluh hatte das Glück auf seiner Seite. «Die Leistung des Teams stimmt», zog Trainer Leutert trotz Maskenpflicht in der Halle eine positive Bilanz.