Villmergen

Organisationsstruktur im Seniorenzentrum wird weiter verfeinert

Im Seniorenzentrum Obere Mühle in Villmergen läuft es wieder rund. Kein Grund für die Verantwortlichen sich zurückzulehnen.

Toni Widmer
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Vorstandspräsident Mike Lauper und Zentrumsleiterin Marianne Busslinger.

Vorstandspräsident Mike Lauper und Zentrumsleiterin Marianne Busslinger.

Toni Widmer

Das Seniorenzentrum Obere Mühle in Villmergen hat auch im vergangenen Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt. Im Gegensatz zu 2014 und 2015, die wegen der Führungsturbulenzen nicht nur positiv gewesen sind, gab es 2017 durchweg gute Nachrichten.

Mit der neuen Leitung durch Marianne Busslinger und weiteren Anpassungen in der Führungsstruktur hat sich der Sturm verzogen und die Lage entspannt.

Davon konnten sich auch die vielen Besucherinnen und Besucher an den verschiedenen Anlässen überzeugen, die im vergangenen Jahr zum 40. Geburtstag der Institution stattgefunden haben.

«Es war ein gutes Jahr mit vielen Höhepunkten, der Aufwand hat sich gelohnt. Wir konnten der Bevölkerung unsere Institution näher bringen und viel Goodwill schaffen», sagt denn auch Vorstandspräsident Mike Lauper.

Der Erfolg ist für das Team der Oberen Mühle kein Grund, sich zurückzulehnen. Weiterhin wird fleissig daran gearbeitet, das Seniorenzentrum für die Zukunft fit zu machen, respektive Schritt für Schritt an das veränderte Umfeld und die daraus resultierenden neuen Anforderungen anzupassen.

Führung wird gestrafft

Im Bereich Führung passiert das mit einer weiteren Verfeinerung der Organisationsstruktur, die im Zuge von Personalmutationen angepackt wird. So gibt es neu nur noch drei statt bisher vier Bereichsleitungen (Dienste, Finanzen/HR/Administration sowie Pflege und Betreuung). Damit soll die Organisation auf die mittlere und längerfristige mögliche Entwicklung vorbereitet werden.

Wie bereits in mehreren Artikeln in dieser Zeitung erwähnt, will das Zentrum Obere Mühle sein Dienstleistungsangebot ausbauen und vermehrt auch für die externe Nutzung zugänglich machen. Dazu gehört – unter anderem – das Konzept «Wohnen mit Service» in den Alterswohnungen, das bereits weitgehend umgesetzt ist.

Freiwillige Fahrer gesucht

In der Realisierungsphase befindet sich das Projekt «Mahlzeitendienst». Ab der zweiten Jahreshälfte soll ein solcher eingeführt werden. Das Bedürfnis dafür ist in Villmergen vorhanden, wie die 2016 von der Arbeitsgruppe 60+ lancierte repräsentative Umfrage klar gezeigt hat.

«Zurzeit befassen wir uns mit der Planung der aufwendigen Logistik», erklärten Mike Lauper und Marianne Busslinger an einer Medienkonferenz. Gesucht werden Freiwillige für die Auslieferung der Menüs, die in der Oberen Mühle jeweils täglich frisch zubereitet werden.

Weitergeführt wird 2018 die im Jubiläumsjahr erstmals lancierte Vortragsreihe «Abendstunde». Das Programm ist erneut sehr vielseitig, weitere Infos dazu sowie zur Institution allgemein unter www.oberemuehle-villmeren.ch.

Um zum Schluss die Bestätigung dafür, dass es in der Oberen Mühle rund läuft: Der Kanton hat im Januar die Qualität der Institution im Rahmen eines vom Pflegegesetz vorgeschriebenen Audits in allen Bereichen überprüft. Das Resultat ist noch nicht öffentlich, doch sagt Busslinger strahlend: «Es ist für uns sehr gut gelaufen.»