Niederwil/Fischbach-Göslikon

Neue Zentrale für grössere Feuerwehr

Die Fassade des neuen Feuerwehrgebäudes besteht aus 34 Kubikmetern Holz

Verena Schmidtke
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Pfarrer Markus Leutenegger segnet das neue Feuerwehrfahrzeug
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Ein Zertifikat für die Fassade aus einheimischem Holz überreicht Daniel Wehrli von Pro Holz Aargau dem Vizeammann von Niederwil, Peter Gauch
Pfarrer Markus Leutenegger segnet das Fahrzeug
Das neue Mehrzweckfahrzeug, frisch eingetroffen
Neues Feuerwehrgebäude in Niederwil
Architekt Hans Oeschger (M.) überreicht den Gemeindeammännern von Niederwil, Walter Koch (l.) und Fischbach-Göslikon, Walter Stierli (r.) die Schlüssel für das neue Feuerwehrgebäude in Genussform.

Pfarrer Markus Leutenegger segnet das neue Feuerwehrfahrzeug

Verena Schmidtke

Seit Samstag haben die Gemeinden Niederwil und Fischbach-Göslikon offiziell ein neues Feuerwehrgebäude und ein neues Feuerwehrfahrzeug. Am Samstag übergab Architekt Hans Oeschger den Gemeindeammännern von Niederwil und Fischbach-Göslikon, Walter Koch und Walter Stierli, die Schlüssel für das neue Gebäude. Der Einzug war schon im Dezember des letzten Jahres erfolgt.

Architekt Hans Oeschger berichtete, dass nach einem halben Jahr Betrieb alles gut funktioniere. Von grösster Wichtigkeit, so Oeschger, sei beim Bau die Entwicklung einer Organisationsstruktur mit optimalen Betriebsabläufen und Anbindung an das Strassennetz gewesen. Denn ein Feuerwehrgebäude diene fast ausschliesslich der Nutzung. «Die Form des Gebäudes wurde aus der Funktion heraus entwickelt.»

Das Ergebnis sei ein kubischer Baukörper, bei der sich die grosse Fahrzeughalle an den zweigeschossigen Betriebstrakt fügt. Ein grosses Dach überspannt die beiden Baukörper. Ein Anliegen sei zudem die Einpassung in das Dorf gewesen, erklärt der Architekt. Die viel diskutierte Holzfassade sei eine gute Entscheidung, schliesslich lehne sie sich an die dörfliche Baukultur an. «Kurzum in der Erscheinung ein stimmiges Haus», fügt Oeschger hinzu, «dessen Bau das Budget nicht nur eingehalten, sondern beachtlich unterschritten habe.»

Die gelungene Fassade, für die 34 Kubikmeter Holz nötig waren, erhielt ein Zertifikat von der Pro Holz Aargau, da einheimisches Holz verwendet wurde. Daniel Wehrli, aus dem Vorstand des regionalen Holznetzwerkes, hob die besondere Bedeutung und Nachhaltigkeit von Holz als nachwachsendem Rohstoff hervor. Da dieses aus dem Gemeindewald stammt und in Villmergen weiterverarbeitet wurde, konnten die Bauherren Kosten und Energie für den Transport einsparen.

Notwendig wurde der Bau, weil die Feuerwehr Niederwil/Fischbach-Göslikon aufgrund steigender Einwohnerzahlen höhergestuft wurde und mehr Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung benötigte. Hans Peter Flückiger, Vizeammann von Fischbach-Göslikon und Präsident der Arbeitsgruppe Bau, erzählt: «Die Frage nach Erweiterung des alten Gebäudes oder ein Neubau standen zur Diskussion. Schliesslich fiel die Entscheidung für den Neubau, wofür im Mai letzten Jahres der Spatenstich stattfand.»

Dazu ein neues Feuerwehrauto

Das neue Feuerwehr-Mehrzweckfahrzeug sei ganz frisch angekommen, berichtet Flückiger, und ein weiteres für 2016 bestellt. Insgesamt habe die Feuerwehrhalle Platz für sechs Fahrzeuge. Mit der Segnung durch Pfarrer Markus Leutenegger hat das neue Fahrzeug seinen Dienst angetreten.

Beim einem Rundgang durch die Räume erklärte Feuerwehrhauptmann Andreas Seiler, dass die Mannschaft und er sich sehr über das neue Gebäude freuen: «Da mehr Platz vorhanden ist, kann man nun vor Ort viel Arbeit erledigen. Das fördert auch den Zusammenhalt und die Motivation.» Die Kombination aus Holz, Stahl und Beton sei gelungen. Durch viele Fenster seien die Räume hell und die Optik nicht steril. «Hier können wir professionell schaffen», meint Seiler.