Muri

Motocross Muri: Jubiläum war Dank für 40 Jahre Einsatz

Das 40. Motocross-Rennen in Muri profitierte auch von recht guten Wetterbedingungen.

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Spannende Rennen, anspruchsvolle und schnelle Piste: Das Jubiläums- Motocross in Muri wurde allen Erwartungen gerecht.

Spannende Rennen, anspruchsvolle und schnelle Piste: Das Jubiläums- Motocross in Muri wurde allen Erwartungen gerecht.

Eddy Schambron

Das passte perfekt zum 40-Jahr-Jubiläum des Motocross Muri: Die Rennen waren spannend, das Wetter zeigte sich von der angenehmen Seite, auch wenn am Nachmittag kurzzeitig leichter Regen einsetzte. Doch das konnte die Motocross-Freunde nicht weiter beeindrucken. Die Infrastruktur war wie gewohnt über jeden Zweifel erhaben und die griffige, nicht staubende Piste liess packende Duelle der Fahrer zu. «Wir sind sehr zufrieden», sagte OK-Präsident Beat Gassmann. Gefeiert wurde das Jubiläum bereits am Samstagabend mit der Band Roadmaster.

Ausstellung zum Jubiläum

Was in den 40 Jahren des Motocross Muri alles aus sportlicher Sicht geschehen ist, wurde in einer Ausstellung gezeigt. Hampi Budmiger hat mit Berichten aus dem Moto Sport Schweiz die Geschichte des Traditionsanlasses auf extra aufgestellten Wänden aufgezeichnet. Diese Ausstellung zum Jubiläum wurde von den Besucherinnen und Besuchern mit grossem Interesse bewundert. Viele bekannte Gesichter kamen wieder in Erinnerung - unter anderen etwa Fridolin Ender, der Gründer des Motocross Muri, als junger, engagierter Mann oder Karl Müller, dessen Nachfolger als OK-Präsident und heute Vizepräsident. (es)

Damit sich das Motocross Muri seit 40 Jahren erfolgreich behaupten kann, sind nicht nur ein eingespieltes Organisationskomitee nötig, sondern zahlreiche Helferinnen und Helfer. Bei den gestrigen Rennen sorgten allein 35 Streckenleute für die Sicherheit, 15 Bauleute standen auf Abruf bereit, um die Piste herzurichten, zehn Personen widmeten sich der Zeitnahme und der Rennleitung und weitere 150 Helferinnen und Helfer der Festwirtschaft, dem Parkdienst und dem Billettverkauf. Zwei Ärzte und 20 Sanitäter auf dem Platz standen für den Fall der Fälle bereit. Im Vorfeld war die 1,5 Kilometer lange Strecke mit 1800 Pfählen und 10 Kilometern Seilen gesichert worden.

Starke Veränderung

Verändert hat sich nicht nur der Anlass, sondern auch der Motocross-Sport in den letzten 40 Jahren, wie ein Blick ins Fahrerlager zeigte. Kamen die Fahrer früher noch mit Zelt und allenfalls einfachem Wohnmobil angereist, bringen sie heute ausnahmslos komfortable Wohnmobile und halbe technische Servicestationen mit. Auf Bildschirmen verfolgten die Begleiter, wie die Fahrer in den Zeittrainings und im Rennen liegen. Mit einem 24 Meter-Table konnte Muri wieder mit dem grössten Sprung in der Schweiz aufwarten und machte das Rennen auf der als schnell geltenden Piste für die rund 140 angetretenen Fahrer zusätzlich anspruchsvoll. Die Siegerehrung war fast wie beim Moto-GP organisiert, nur sind die hübschen Mädchen zahlreicher um die Motocross-Fahrer drapiert als um Valentino Rossi, wenn er einen Pokal entgegennimmt. Auch die Besucherinnen und Besucher waren gut umsorgt: Neben zahlreichen Gratis-Parkplätzen wurde ihnen auch ein Shuttlebus von Muri aus auf das Gelände angeboten.