Rottenschwil

Kaffe-Ecke und regionale Produkte: Der neue Dorfladen ist eröffnet

Der Inhaber des neuen Dorfladen in Rottenschwil legt viel Wert auf Regionales – und tüftelt bereits an Ausbaumöglichkeiten.

Melanie Burgener
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Göksel Özkul freut sich über den Austausch mit der Kundschaft.

Göksel Özkul freut sich über den Austausch mit der Kundschaft.

Melanie Burgener

Die Gestelle sind umplatziert, die Kaffee-Ecke eingerichtet und das Kassensystem funktioniert wieder.

Die anfänglichen technischen Probleme haben zwar die Eröffnung des neuen Dorfladens für Marken und regionalen Lebensmittelbedarf, kurz Marlem, um eine Woche verzögert. Doch seit das Geschäft in Rottenschwil am 5. Februar seine Kunden empfängt, läuft alles rund.

Geschäftsführer Göksel Özkul freut sich, dass er im kleinen Dorf so herzlich empfangen wurde: «Die Kunden sind freundlich und offen. Ich schätze es sehr, dass sie mir auch ihre Meinung sagen.» So könne er reagieren und auf ihre Bedürfnisse eingehen – und das ist ihm ein Anliegen. Sein Konzept heisst deshalb auch «Mit den Gästen».

Sein Ziel ist es, dass die Bevölkerung sich bei ihm trifft und bei einem Kaffee oder einem Feierabendbier friedlich beisammen sein kann.

In diesem Angebot sieht er auch noch Ausbaumöglichkeiten. Sobald es Frühling ist und die Temperaturen wärmer sind, will Özkul unter der Woche den Grill anschmeissen, um neben Snacks oder Schnitzelbroten auch Bratwürste anzubieten.

Von Ei bis Spargel regional

Was bei ihm über den Ladentisch geht, ist, wenn immer möglich, regional. Die Eier stammen von einem Rottenschwiler Bauernhof, das Fleisch aus Villmergen und Bubikon und bald soll auch das Gemüse vermehrt in der Umgebung geerntet werden.

«Für den Saisonstart hatte ich schon Kontakt mit einem Spargelbauer. Gerne würde ich auch Erdbeeren aus der Region beziehen», erklärt Özkul.

Neben regionalen Produkten legt der in Oberhasli wohnhafte Geschäftsführer auch Wert darauf, nicht unnötigen Abfall zu produzieren. «Ich habe früher im Aussendienst eines Kaffeevertreibers gearbeitet und weiss daher, dass dort gewaltig viel Abfall anfällt», erzählt er.

Im Marlem steht aus diesem Grund eine Kaffeemaschine, die mit löslichem Kaffeepulver funktioniert. «Diesen trinke ich auch immer bei meiner Mutter. Damit sie nicht separat Wasser kochen muss, habe ich ihr auch eine Maschine gekauft» lacht er.

Göksel Özkul hat gründlich über den Entscheid nachgedacht, den Dorfladen in Rottenschwil zu übernehmen. Doch der erfahrene Geschäftsführer ist sich sicher, dass das kleine Geschäft an der Hauptstrasse 15 einiges an Zukunfts-Potenzial hat.