Bremgarten
Für diese Malerin geht im Reusstädtchen ein Traum in Erfüllung

Christine Honegger zeigt ihre Werke in ihrem Heimatstädtchen.

Susanna Vanek
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Christine Honegger mit einem Bild in der Aquacryl-Technik. Susanna Vanek

Christine Honegger mit einem Bild in der Aquacryl-Technik. Susanna Vanek

Sie hat wahrlich nicht nur die Sonnenseiten des Lebens kennen gelernt, sich davon aber nicht unterkriegen lassen: Christine Honegger, die im Reussstädtchen aufgewachsen ist und da immer noch lebt. Ab Freitag, 13. Mai, sind in der Galerie und Kultur-Keller zum Weissenbachhaus ihre Bilder zu sehen.

Christine Honegger ist eine Person mit einem wachen Blick, die gerne und oft lacht. Wer sie trifft, ahnt nicht, wie steinig ihr Weg zu ihrem gelassenen Wesen war. «Die Malerei», meint sie bescheiden, «hat mich in meinem Weg zurück ins Leben unterstützt, sie hilft mir seit 20 Jahren.» Viel reden mag die Künstlerin aus Bremgarten über ihre Beschwerden nicht.

Die Berichterstatterin erfährt lediglich, dass eine Erkrankung der dreifachen Mutter und ehemaligen Notariatssekretärin vor vielen Jahren einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat. Zudem hatte sie immer wieder Unfälle und musste unzählige Operationen über sich ergehen lassen. Honegger litt, aber sie gab nicht auf. Sondern begann zu malen.

«Das», meint sie heute, «hat mir sehr geholfen.» Sie blüht richtig auf, wenn sie «vom Wendepunkt in meinem Leben» spricht, von der Entdeckung der Malerei. Schon bald nahm diese einen grossen Raum in ihrem Leben ein. Honegger besuchte zahlreiche Kurse bei bekannten Kunstschaffenden aus der Region, etwa Adrian Spiegel oder Heidi Widmer, und reiste auch zu ausländischen Künstlern.

Aus dem Gelernten entwickelte sie eine eigene Farb- und Formensprache. Als Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Bremgarten trat sie in der Region schon verschiedentlich in Erscheinung und konnte an zahlreichen Gruppenausstellungen teilnehmen. Zudem bestritt sie weiter bereits vier Einzelausstellungen. «Aber, dass ich jetzt in meinem Heimatstädtchen Bremgarten ausstellen kann, und erst noch in einer Galerie, das ist für mich ein Highlight, damit geht ein Traum in Erfüllung», freut sie sich.

Freude am Leben

«La vie est belle», das Leben ist schön, unter dieses Motto hat sie ihre Ausstellung in der Galerie und Kultur-Keller zum Weissenbachhaus gestellt. «Weil das Leben trotz aller Widrigkeiten schön ist», wie sie überzeugt meint. Neben dem Malen haben ihr Mann und ihre drei Kinder sowie das Klöppeln durch die schweren Jahre geholfen.

Zu sehen geben wird es im Untergeschoss des Weissenbachhauses Werke in Aquacryl. Dabei malt Honegger mit viel Wasser feine Blumen auf die Leinwand, später bringt sie mit einem Spachtel kräftige Gräser auf die Leinwand. Weiter zu sehen gibt es auch moderne Aquarellbilder, teilweise in der Labadietechnik, die Honegger selber weiterentwickelt hat. Mit Tusche zeichnet sie zudem feine Gemüse- und Blumenbilder, weiter werden auch Rostbilder, Werke mit Pastellkreide und abstrakte Werke zu sehen sein. Für das Aufhängen wird Honeggers Ehemann besorgt sein, er hat auch alle Bilder gerahmt. Die Künstlerin strahlt, wenn sie von ihm erzählt. «Trotz aller Schmerzen habe ich auch viel Glück gehabt», sagt sie überzeugt.

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