Muri

Er steht lieber am Altar als am Bankschalter

Der neue Pfarrer Georges Schwickerath wechselt von Bern in den Seelsorgeverband Muri-Aristau-Beinwil. Der ausgebildete Bankkaufmann wurde 1998 zum Priester geweiht.

Eddy Schambron
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Lockere Sache: Vertragsunterzeichnung mit Madeleine Sennrich Köpfli, Personalverantwortliche der Kirchenpflege Muri, Pfarrer Georges Schwickerath und Thomas Suter, Präsident der Kirchenpflege.

Lockere Sache: Vertragsunterzeichnung mit Madeleine Sennrich Köpfli, Personalverantwortliche der Kirchenpflege Muri, Pfarrer Georges Schwickerath und Thomas Suter, Präsident der Kirchenpflege.

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Als Nachfolger von Pfarrer Urs Elsener, der nach Schaffhausen zieht, wird der Luxemburger Pfarrer Geor- ges Schwickerath ab 1. September als Pfarradministrator die Pfarreien Muri, Aristau, Beinwil im Seelsorgeverband sowie die Pfarreien Boswil und Bünzen leiten. Die letzten zwei Gemeinden kommen dazu, weil Pater Benedikt Staubli aus Boswil als Dekan ins Kloster Muri-Gries abberufen wurde.

Zuerst Bankkaufmann

Georges Schwickerath liess sich zuerst bei der Luxemburgischen Staatsbank als Bankkaufmann ausbilden und arbeitete in dieser Funktion auch vier Jahre. Daneben engagierte er sich stark in der Pfarrei. «Als ich feststellte, dass mir meine nebenamtliche Tätigkeit beruflich die grössere Befriedigung brachte als mein Beruf, entschloss ich mich zum Theologiestudium», erzählte Schwickerath bei der Vertragsunterzeichnung mit der Kirchenpflege Muri.

1998 wurde er zum Priester geweiht. Seit 2004 bis heute leitet Schwickerath die Pfarrei Bruder Klaus in Bern. Zusätzlich war er 2006 bis 2008 Pfarradministrator der Pfarrei Heiligkreuz in Bern. Von 1998 bis 2004 war er Pfarrer in drei verschiedenen luxemburgischen Pfarreiverbänden. Dass er im kommenden Jahr nach Muri wechselt, ist nicht zufällig. «Mir ist Muri durch die Freundschaft mit Urs Elsener nicht ganz unbekannt», führte er aus. Private Kontakte, aber auch die Klosterkirche hätten zum Schluss geführt, «dass ich mich hier zu Hause fühlen könnte.»

Weltoffener Prediger

Schwickerath legt viel Wert auf die Liturgie und eine würdige Gestaltung der Gottesdienste, wie die Kirchenpflege festhält. Seine langjährige pastorale Fähigkeit in einer grossen Pfarrei, die Erfahrung beim Aufbau eines Pastoralraumes und das richtige Einschätzen von Zusammenhängen werden als weitere spezielle Fähigkeiten des neuen Pfarrers genannt.

Schliesslich predigt er gerne und beurteilt sich als weltoffener Mensch, der den Kontakt und die Gespräche mit den Mitmenschen schätzt. In seiner Freizeit reist er gerne, ist interessiert an der Kultur und an klassischer Musik und hat grosse Freude an der Klosterkirche Muri.

Gutes Gefühl

Bei der Wahl eines neuen Pfarrer ist nicht nur die fachliche und menschliche Qualifikation entscheidend. «Es muss auch im Gefühl stimmen», sagte Kirchenpflegepräsident Thomas Suter. «Und bei Georges Schwickerath stimmt es für die Kirchenpflege sehr.» Er freute sich, mit ihm eine gute Nachfolgelösung für den wegziehenden Elsener gefunden zu haben. Die Kirchenpflegen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Schwickerath und nehmen mit ihm zusammen die Herausforderung der Schaffung des neuen Pastoralraumes gerne an. Schwickerath selber wird seine neue Aufgabe mit Zuversicht angehen. «Hier hat mein Vorgänger so gute Vorarbeit geleistet, dass man sie einfach weiterführen kann. Das ist keine Selbstverständlichkeit.»

Nach der Vertragsunterzeichnung überreichte Madeleine Sennrich Köpfli, Personalverantwortliche der Kirchenpflege Muri, dem neuen Pfarrer eine Kerze, damit er auch in schwierigen Situationen immer die richtige «Erleuchtung» hat und eine CD mit klassischer Musik aus der Klosterkirche Muri.