«Das Experiment»

Diese Freiämterin musste zwei Murmeli häuten

In der Doku-Sendung «Das Experiment» kämpft Andrea Niederberger in der Wildnis um den Sieg.

Loredana di Fronzo
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Ob Andrea Niederberger das Rennen gemacht hat, wird heute Abend bekannt. LD

Ob Andrea Niederberger das Rennen gemacht hat, wird heute Abend bekannt. LD

Wie überlebt man zehn Tage lang in der Wildnis des Berner Oberlands ohne jegliche Hilfsmittel? Dieser Aufgabe stellen sich die Kandidaten des SRF-Sendeformats «Das Experiment».

Im September nahm auch die 35-jährige Andrea Niederberger aus Oberrüti diese Herausforderung an. «Mir gefiel die Idee, einfach mal aus dem Alltag auszubrechen», erklärt die medizinische Praxisassistentin und Mutter, «ich wollte wissen, wie weit ich unter solchen Bedingungen komme.» Momentan wird die Sendung im Fernsehen ausgestrahlt, wobei schon heute Abend der Sieger bekannt gegeben wird.

Kein Zuckerschlecken

Wer im «Experiment» weiterkommen will, kann sich auf etwas gefasst machen. Täglich müssen die Kandidaten ein Ziel erreichen. Sei es das Abseilen von steilen Bergwänden oder schwimmend einen Fluss zu überqueren, die Teilnehmer werden auf harte Proben gestellt.

«Damit wir etwas zu essen hatten, musste ich sogar mal zwei Murmeli häuten», erzählt Niederberger. «Um in dieser Sendung mithalten zu können, sollte man auf jeden Fall sportlich sein», betont Niederberger.

Mentale Stärke sei ebenfalls von Vorteil, denn sein Ziel ständig vor Augen zu haben, erleichtere einem das Durchhalten bedeutend. «Die Sympathie des Teams zu haben, ist ebenfalls wichtig, und etwas Glück spielt, gerade bei der Aufgabenverteilung, eben auch eine gewisse Rolle.»

Doch wie es bei solchen Sendeformaten eben ist, kann es nicht jeder in die nächste Runde schaffen. «Einige erreichten ihr Limit schneller und gaben von selber auf», erinnert sich Niederberger. War dies nicht der Fall, hätten sich die Kandidaten an diverse schwere Aufgaben wagen müssen. Wer diese erfolgreich meisterte, durfte sich auf die nächste Runde freuen.

Von Reue keine Spur

Würde Niederberger erneut beim «Experiment» mitmachen? «Ja, definitiv», kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. «Durch die Teilnahme gelang es mir, eine einzigartige Lebenserfahrung zu machen.» Im April wird bereits die nächste Staffel folgen, und für diese hätte Niederberger eine interessante Idee bereit: «Es wäre toll, wenn jeweils die beiden Finalisten der letzten vier Staffeln gegeneinander antreten würden.»

Eine Bekanntheit ist Niederberger dennoch nicht. «Ich habe kaum jemandem von meiner Teilnahme erzählt. Ich mache nicht gerne Wirbel um meine Person.» In ihrem eigenen Dorf hätten sie aber schon einige Einwohner darauf angesprochen. «Die Reaktionen waren goldig.» Ob Niederberger oder ihr Konkurrent Dominik Reichlin aus Hägglingen heute Abend das Rennen machen werden, behielt sie aber noch für sich.

Das Finale von «Das Experiment»: heute Abend, 22.45 Uhr, SRF zwei.