Wohlen

Die Thymusdrüse macht am Pfingstlauf das Rennen

Der 52. Internationale Pfingstlauf hat mit idealen Bedingungen zum Stelldichein der schnellsten Beine angelockt.

Christian Breitschmid
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Angefeuert von seinen Turnvereinkollegen am Waldrand startet Salvian Dora (Startnummer 1165) zum Rennen in der Kategorie Schüler B.

Angefeuert von seinen Turnvereinkollegen am Waldrand startet Salvian Dora (Startnummer 1165) zum Rennen in der Kategorie Schüler B.

Christian Breitschmid

«Der Pfingstlauf Wohlen ist super gut organisiert», schwärmte Erich Wigger, Hauptleiter der Laufgruppe des Turnvereins Merenschwand. «Wir hatten um halb zwölf Besammlung, dann hat uns der Shuttlebus zum Start gefahren. Wir sind unsere Rennen gelaufen, nun ist die Rangverkündigung und nachher fahren wir gemütlich wieder nach Hause.» Der Sprinter, der als B-Lizenz-Trainer auch den TV Beinwil und den TV Wohlen fit gemacht hat, war am Samstag mit der Leistung seiner jungen Läufer mehr als zufrieden: «Bis an den Bach runter und wieder zurück», sagte er und erhob seinen Dreier Rivella, um mit seinen Hilfstrainern und Begleitern auf den Erfolg des Teams anzustossen.

 Im und um den Wohler Wald massen sich am Pfingstlauf 2018 kleine und grosse Läufertalente in verschiedenen Kategorien.

Im und um den Wohler Wald massen sich am Pfingstlauf 2018 kleine und grosse Läufertalente in verschiedenen Kategorien.

Christian Breitschmid

Auch wenn jeder Teilnehmer dieses Rennens letztlich für sich alleine um seine Bestzeit läuft, ist es doch das gemeinsame Training und auch die psychische Unterstützung durch das ganze Team, das zu Erfolgen führt. Die Merenschwander waren an diesem Pfingstsamstag nur eines von vielen positiven Beispielen für diese Erkenntnis. Mit 14 Läufern nahmen sie am Wettbewerb teil. «13 aus der Abteilung Jugend der Laufgruppe und dazu unsere jugendliche Andrea», scherzte Wigger in Richtung seiner Hilfsleiterin Andrea Käppeli, welche nur wenig später für Swiss Duathlon in der Kategorie Kurzstrecke den zweiten Rang belegte.

Energie auf Klopfdruck

Auf dem Kiesplatz vor dem Waldhaus Chüestellihau machte Trainer Wigger sein Team fit für den Start. «Er ist ein strenger, aber guter Trainer», erklärte Ariane Wigger nach dem Einlaufen mit einigen Schweissperlen auf der Stirn. Sie muss es wissen, denn sie und ihre Zwillingsschwester, Livia, können von ihrem Papa im Training keine Sonderbehandlung erwarten. Bevor sich alle zusammen in Richtung Start aufmachten, zeigte Andrea Käppeli ihren jungen Kollegen noch den Trick mit der Thymusdrüse. Wenn man durch leichtes Klopfen auf den Brustkasten diese Drüse aktiviert, dann soll das die Energie und Leistungsfähigkeit steigern. «Und wenn es nicht so ist, so lenkt es einen mindestens ab und macht lockerer», fügte die passionierte Läuferin mit breitem Grinsen an, während sie ihrem wild klopfenden Team zum Start folgte.

Erfolg für jeden Einzelnen

Der erste und dritte Platz von Jannis Fischer und Robin Fischer («Nein, wir sind nicht verwandt!») in der Kategorie Männliche Jugend B sowie der zweite Platz von Ramona Räber (Weibliche Jugend A) bestätigten nicht nur die Trainingsmethoden von Erich Wigger und seinen Kollegen, sondern sehr schön auch den Teamgeist, der seine Läufer verbindet. Wenn es auch nicht jedem für einen Podestplatz gereicht hat, so liefen sie doch alle vorne mit. Als die Merenschwander dann auch noch als drittstärkstes Team ausgezeichnet wurden und drei von ihnen bei der Startnummerverlosung Preise abholen durften, war das Glück komplett. «Das ist das Schöne hier in Wohlen», resümierte Wigger, «die Organisatoren sorgen dafür, dass auch der Einzelne in der Gruppe sein Erfolgserlebnis hat.»