FC Wohlen

Der FC Wohlen spielt mit Köpfchen und besiegt den SC Kriens mit 3:0

Seit gestern Abend steht fest: Wohlen spielt mit Köpfchen. Gaspar und Michael Winsauer sorgen mit je einem Kopfballtreffer dafür, dass sich die Freiämter im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen und über den Strich auf Rang 11 klettern.

Ruedi Kuhn
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Stadion des FC Wohlen

Stadion des FC Wohlen

Keystone

Und als Gaspar in der Nachspielzeit sogar noch das 3:0 und damit seinen dritten Saisontreffer erzielte, hing der Himmel für den FCW endlich wieder einmal voller Geigen.

Ein Quäntchen Glück

Der Wohler Präsident Andy Wyder traf nach dem Schlusspfiff mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf: «Der Hauptgrund für den Sieg ist die Effizienz. Im Gegensatz zu Kriens haben wir unsere Chancen genützt.» Zufrieden war natürlich auch René Meier. «Endlich haben wir jenes Quäntchen Glück», sagte der Ehrenpräsident nach dem Schlusspfiff, «welches man im Abstiegskampf braucht.» Etwas Glück brauchte der FC Wohlen tatsächlich.

Hätten die Zentralschweizer ihre hochkarätigen Möglichkeiten nicht auf fahrlässige Art und Weise vergeben, wäre ein Unentschieden möglich gewesen. Weil Flamur Tahiraj wie schon gegen St.Gallen eine tadellose Leistung zeigte und weil die Krienser Igor Tadic, Thierry Stadelmann und Ridge Munsy ihre Chancen nicht verwerten konnten, lautete das Resultat am Ende nicht 3:3, sondern 3:0 für Wohlen .

2:0 bringt die Entscheidung

Bis zur ersten Chance des Heimklubs dauerte es allerdings 24 Minuten: Matteo Tosetti prüfte Franck Grasseler mit einem Schuss aus kurzer Distanz. Wenig später zirkelte Martin Steuble einen mit viel Drall getretenen Corner an den Pfosten. Weil aller guten Dinge drei sind, köpfelte Gaspar den Ball nach Ablauf einer halben Stunde und einer Flanke von Tosetti ins Tor.

Die knappe Führung der Freiämter zur Pause war insofern glücklich, als dass Tadic kurz vor Gaspars Treffer eine Riesenchance vergab. Und als Abwehrchef Michael Winsauer nach einem Corner von Steuble zu Beginn der zweiten Halbzeit das 2:0 erzielte, bog Wohlen auf die Siegesstrasse ein.

Erfreuliches Engagement der Spieler

Logisch also, dass sich Trainer Ryszard Komornicki von der lockeren Seite zeigte und für sein Team lobende Worte fand: «Dieser Sieg ist die logische Konsequenz unserer Arbeit. Besonders gefreut hat mich das Engagement der Spieler. Auf die Tabelle schaue ich allerdings erst Ende Saison.» Bleibt die Feststellung, dass das 0:3 vor allem für Kriens-Trainer Urs Schönenberger eine bittere Pille ist.

Mit Wohlen hat er in der Vorrunde gegen Kriens 1:4 verloren und wurde kurz darauf entlassen. Schönenberger aber gibt sich kämpferisch und sagt: «Wenn wir so spielen, wie in der ersten Halbzeit, bin ich zuversichtlich.» Wie heisst doch das berühmte Sprichwort so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.