Bremgarten
Weil es undicht ist und Mängel hat: Die Armee muss Dach des Ausbildungsgebäudes erneuern

Das Dach des Ausbildungsgebäudes der Schweizer Armee an der Bremgarter Friedhofstrasse hat dringend eine Sanierung nötig. Diese soll nun in den kommenden Monaten passieren. Zudem wird eine Fotovoltaikanlage installiert.

Marc Ribolla
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Das Dach der Ausbildungshalle in der Au beim Waffenplatz Bremgarten muss komplett neu aufgebaut werden.

Das Dach der Ausbildungshalle in der Au beim Waffenplatz Bremgarten muss komplett neu aufgebaut werden.

Marc Ribolla

Nein, mit den jüngsten starken Regenfällen hat das neueste Bauvorhaben des VBS und von Armasuisse Immobilien beim Waffenplatz Bremgarten definitiv nichts zu tun. Auch wenn das Wasser darin eine Rolle spielt. Die entsprechende Planung dazu ist nämlich schon seit rund zwei Jahren im Gang.

Im Fokus steht das Dach des grossen Ausbildungsgebäudes in der Au an der Friedhofstrasse, das vom in Bremgarten stationierten Lehrverband Genie/Rettung/ABC genutzt wird. Dieses ist undicht und muss erneuert werden. Ein entsprechendes Baugesuch liegt derzeit im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens noch bis zum 30. August auf der Bremgarter Stadtverwaltung öffentlich auf.

Das zweigeschossige Gebäude wurde im Jahr 1999 gebaut und weist eine Länge von rund 67 Metern, eine Breite von 13 Metern und eine Höhe von nicht ganz 9 Metern auf. Wie den Baugesuchsunterlagen zu entnehmen ist, hat das Dach seit der Erstellung konstruktive Mängel. Weiter heisst es:

«Die Siphon-Entwässerung zur Dachmitte hin funktioniert ungenügend. Bei starkem Niederschlag läuft gestautes Regenwasser über den Dachrand entlang der Untersicht an die Gebäudefassade.»

Doch nicht nur die dortige Nässe ist ein Problem. Eine schlechte Wärmedämmung in Verbindung mit der mangelhaften Belüftung im Hohlraum der bestehenden Dachkonstruktion führe im Sommer regelmässig zu einem Hitzestau in den darunter liegenden Arbeitsräumen.

Fotovoltaik auf einer Fläche von 900 Quadratmetern

Um all diesen Schwierigkeiten Herr zu werden, soll gemäss Baueingabe das Dach bis auf die bestehende Stahlbau-Tragkonstruktion rückgebaut werden. Und anschliessend neu aufgebaut. «Der neue Dachaufbau muss zusammen mit einem Bauphysiker und anderen Fachplanern geplant und nach heutigen Anforderungen saniert werden», schildert Armasuisse Immobilien in den Unterlagen.

Mit dem sanierten Dach wird einerseits die Dachentwässerung verbessert, andererseits aber auch die Wärmeisolation, wodurch in Zukunft die Heizenergie des Ausbildungsgebäudes reduziert werden kann. Bezüglich nachhaltiger Energiestrategie wird neu auch eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach installiert.

Sie soll eine Fläche von rund 900 Quadratmetern umfassen. Insgesamt sind 418 einzelne Fotovoltaikmodule vorgesehen, die gemäss einer Simulationsrechnung an jenem Standort rund 143 MWh im Jahr erzeugen könnten. Die grössten Energieerträge mit je rund 21 MWh werden in den Monaten Juni und Juli erwartet.

Die Kosten für die Dachsanierung werden auf rund 2 Millionen Franken geschätzt. Gemäss vorgesehenem Bauprogramm und bei reibungslosem Ablauf soll das Projekt im Zeitraum zwischen November 2021 und März 2022 realisiert werden.

Schon einen Schritt weiter ist übrigens die neue Mehrzweckhalle der Armee in Bremgarten. Derzeit läuft die Generalunternehmer-Ausschreibung der Bauarbeiten. Der Baustart wird voraussichtlich im Herbst 2021 stattfinden, teilt Armasuisse mit.

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