Boswil
Regierungsrat Egli nimmt Freiämter Gemeinderäte in Pflicht: «Sie werden gute Nerven brauchen»

Am 1. Januar 2022 beginnt auf kommunaler Ebene die neue Amtsperiode. Am Dienstagabend fand im Künstlerhaus Boswil die Inpflichtnahme der Gemeinderatsmitglieder der Bezirke Bremgarten und Muri statt.

Marc Ribolla
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Der Bremgarter Stadtrat mit Daniel Sommerhalder, Doris Stöckli, Raymond Tellenbach, Claudia Bamert und Theo Rau (von links) bei der Inpflichtnahme. Berikons Ammann Stefan Bossard (3.v.l.) hat sich aufs Foto geschlichen.

Der Bremgarter Stadtrat mit Daniel Sommerhalder, Doris Stöckli, Raymond Tellenbach, Claudia Bamert und Theo Rau (von links) bei der Inpflichtnahme. Berikons Ammann Stefan Bossard (3.v.l.) hat sich aufs Foto geschlichen.

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Ein solches «Klassentreffen» der Freiämter Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker gibts nur alle vier Jahre, ist aber mittlerweile eine geschätzte Tradition geworden. 2017 war es im Casino Bremgarten, dieses Mal versammelten sich die Gemeinderatsmitglieder der 41 Gemeinden der Bezirke Muri und Bremgarten im Boswiler Künstlerhaus.

Zweck der Begegnung am Dienstagabend: Die Inpflichtnahme für die Amtsperiode 2022 bis 2025 durch den zuständigen Regierungsrat Dieter Egli. Mit dem Gelöbnis verpflichten sich die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, zum Wohl der Gemeinschaft Verfassung und Gesetz zu befolgen sowie die Pflichten Ihres Amtes gewissenhaft zu erfüllen.

Von den knapp 200 gewählten Freiämter Amtsträgerinnen und Amtsträgern fanden sich gemäss Auskunft der Aargauer Gemeindeabteilung rund 140 Personen in Boswil ein. Diejenigen, welche an der Feier nicht teilnehmen konnten, werden mit einem Schreiben von Egli in den kommenden Tagen schriftlich in Pflicht genommen. Die Feier wurde unter Zertifikats- und Maskenpflicht durchgeführt.

Ohne Gemeinden gibt es keinen Kanton

In seiner Ansprache erinnerte der Regierungsrat daran, dass nur Teamarbeit im Gemeinderat Erfolg bringt. «Sie werden manche Entscheidung treffen müssen und brauchen gute Nerven», so Egli. Er gab den Anwesenden auch einen Tipp für ihre Arbeit, die mit grosser Verantwortung verbunden ist. Er sagte:

«Es geht einfacher, wenn man innerhalb der Gemeinde zusammenarbeitet und nicht versucht, als Einzelkämpfer zu agieren.»

Für den Regierungsrat war auch klar, dass der Kanton gerne unterstützt. Denn ohne Gemeinden gäbe es keinen Kanton. «Eine Amtsperiode bringt viel Applaus mit sich, aber genauso auch Kritik», erklärte Egli weiter.

Regierungsrat Dieter Egli bei seiner Rede im Künstlerhaus Boswil.

Regierungsrat Dieter Egli bei seiner Rede im Künstlerhaus Boswil.

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Um noch motivierter in die neue (oder alte) Herausforderung im Amt gehen zu können, gabs für jede Gemeinderätin und jeden Gemeinderat eine kulinarische Stärkung als Geschenk in Form eines Tellers mit Weihnachtsguetzli.

Die Inpflichtnahme im Freiamt war die letzte von total sechs Feiern. Insgesamt wurden seit dem 30. November die Anlässe in Baden, Kleindöttingen, Frick, Suhr, Zofingen und Boswil von rund 600 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte besucht. Kantonsweit müssen 1012 Personen in Pflicht genommen werden.

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