ARNI
Sprayereien und Vandalismus sind verschwunden – neuer Sicherheitsdienst verfehlt die Wirkung nicht

Die Kellerämter Gemeinde Arni hatte in letzter Zeit vermehrt mit Vandalismus zu kämpfen. Nach den Vorfällen im Frühling dieses Jahres hat die Gemeinde seit einigen Wochen einen Sicherheitsdienst angestellt. Vizeammann Kurt Süess zieht eine Zwischenbilanz.

Laura Koller
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Alles in Ordnung ums Gemeindehaus: Dank der Patrouillen des privaten Sicherheitsdiensts gab es in letzter keine Vandalenakte in Arni.

Alles in Ordnung ums Gemeindehaus: Dank der Patrouillen des privaten Sicherheitsdiensts gab es in letzter keine Vandalenakte in Arni.

Marc Ribolla (29. September 2021)

Anfang Jahr kam es beim Schulhaus in Arni zu Sachbeschädigung und Schmierereien. Anfang Sommer haben Kinder auf dem Friedhof gespielt und dabei für Unordnung gesorgt. Auch Abstimmungsplakate und ein Robidog-Kasten mussten in der Gemeinde schon dran glauben. Seit einigen Wochen ist aber Ruhe eingekehrt.

Grund dafür sind die unregelmässigen Patrouillen einer eigens angestellten, privaten Sicherheitsfirma. Diese scheinen einen bedeutenden Effekt zu haben, das bestätigt Kurt Süess, Vizeammann von Arni: «Seit wir die Protectas engagiert haben, ist gar nichts mehr vorgefallen.» Die Firma wurde für ein Jahr angestellt, wie Süess Anfang Juni gegenüber dem Nachrichtenportal «Argovia Today» erklärte. Die damit verbundenen Kosten von 4500 Franken sind gemäss Süess vertretbar.

In der Vergangenheit wurde jeweils für einzelne Tage ein Sicherheitsdienst zugezogen. Damals war die Gemeinde sehr zufrieden mit dem Effekt. Grund dafür waren damals die Jugendlichen, die wegen der Midnight-Station Kelleramt nach Arni kamen, aber sich draussen aufhielten und nicht am Programm teilnahmen. Die Midnight-Station ist ein Jugendtreff, eine sportliche Alternative zum Ausgang für junge Leute, der jeweils am Samstagabend angeboten wird und durch die Turnhallen des Kelleramts wandert.

Bisher gab es keine Reaktionen aus der Bevölkerung

Für Süess ist die Midnight-Station ein sinnvolles Projekt für die Jugendlichen der Region: «Wir wollen die Midnight-Station weiterhin ermöglichen. Der Anlass ist gut besucht.» Aber er ziehe auch immer Gruppierungen mit sich, die gar nicht am sportlichen Jugendtreff teilnehmen wollen, sondern ihre Zeit vor der Halle und auf dem Schulareal verbringen.

Es wird vermutet, dass in diesem Kontext die Vandalenakte stattfinden. Die Kontaktaufnahme von den Verantwortlichen der Midnight-Station mit den Jugendlichen hatte keine Wirkung.

Dafür ist Süess nun zufrieden mit dem Sicherheitsdienst, der dreimal pro Woche auf dem Gelände des Gemeindezentrums unterwegs ist. Die damit verbundenen Kosten von Reaktionen aus der Bevölkerung gab es laut Aussage des Vizeammanns bisher keine, auch nicht an der Gemeindeversammlung vom 23. Juni.