Laufenburg
Aargauer Musikfest: Ohren auf, die Freiämter kommen

Am Aargauer Musikfest in Laufenburg beteiligen sich 15 Korps aus dem Freiamt – mit Blasmusik vom Feinsten.

Christian Breitschmid
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Der Faszination einer Marschmusikparade kann man sich nur schwer entziehen. Bilder wie dieses werden auch das Musikfest in Laufenburg prägen. Archiv AZ/Toni Widmer

Der Faszination einer Marschmusikparade kann man sich nur schwer entziehen. Bilder wie dieses werden auch das Musikfest in Laufenburg prägen. Archiv AZ/Toni Widmer

Es gibt einen Rhythmus, bei dem jeder mit muss, den Marsch. An diesem und am nächsten Wochenende kommen die Freunde des zackigen Zweizweitel-, Vierviertel- und Sechsachteltaktes wieder voll auf ihre Rechnung, denn in Laufenburg findet das Aargauer Musikfest «Ohren auf!» statt. Blasmusik ist aber weit mehr, als flottes Marschieren im Gleichschritt.

Auf den Konzertbühnen der Stadt messen sich ab heute Musikkorps aus dem ganzen Kanton, in Harmonie- oder Brass Band-Besetzung, von der Höchst- bis zur 4. Klasse im musikalischen Wettkampf. Das Freiamt, von alters her ein fruchtbarer Boden für vereinsmässig organisiertes Musikantentum, ist gleich mit 15 Formationen in Laufenburg vertreten. Sie alle freuen sich natürlich, wenn sie in den Konzertvorträgen und bei der Parade von Familien, Freunden und Fans aus der Heimat unterstützt werden.

Kein Tag ohne Freiämter Musik

Heute Samstag treten die Harmonie Berikon, die Stadtmusik Bremgarten, die Musikvereine Niederwil, Tägerig und Wohlen, sowie, im Tambouren Sektionswettspiel, die Tambouren der Musikgesellschaft Sins an. Tägerig eröffnet den Reigen um 9.15 Uhr mit seinem Konzertvortrag in der 3. Klasse Harmonie und schreitet um 12 Uhr zur Parade. Über den Tag verteilt folgen dann die anderen fünf Freiämter Vereine. Den Spielplan mit den exakten Zeiten und Spielorten sowie den ganzen Festführer über beide Wochenenden kann man im Internet runterladen (siehe Fussnote).

Für die Fans aus den jeweiligen Gemeinden sei hier darauf hingewiesen, dass der Musikverein Concordia Hägglingen morgen Sonntag, um 11.30 Uhr (Konzert) und um 16.27 Uhr (Parade) aufspielt. Am 30. Juni sind dann die Musikgesellschaften Bünzen, Mühlau und Oberrüti sowie der Musikverein Jonen an der Reihe. Am 1. Juli schliesslich werden die Musikgesellschaften Brass Band Auw, Dietwil, Dottikon und Waltenschwil ihr Publikum begeistern.

Wer sich die Pflicht- und Selbstwahlstücke der Korps einmal anschaut oder auch aus dem weltweiten Netz runterlädt, staunt nicht schlecht. Dass die Bremgarter, als Erstklass-Harmonie, ein Aufgabestück wie «Avern» von Saül Gómez Soler meistern müssen, kann man ja noch verstehen, auch wenn der geradezu perfid durchsichtige Beginn mit den Holbläsern und dem Waldhornsolo mehr als genug Fallstricke bereithält.

Auch die rhythmisch-harmonische Knacknuss «Blackout» von Thomas Doss, welche die Brass Band Oberrüti in der 1. Klasse erwartet, müsste dieses Top-Korps gut meistern können. Doch «Mesozoicum» von Armin Kofler und «Faces of Proudness» für die 2. und 3. Klasse Harmonie sowie «Eye of the Storm» von Steven Ponsford und «Themed» von Andreas Waldner für die 2. und 3. Stufe Brass Band sind keinesfalls geringere Herausforderungen für die Musikanten – und ihre Dirigenten.

Sicher wieder Spitzenplätze

Mit wie viel Herzblut die Freiämter Musikanten bei der Sache sind, zeigen die guten Platzierungen, die sie regelmässig an Kantonalen Musikfesten einheimsen. So lag vor fünf Jahren, in Aarburg, die Stadtmusik Bremgarten als beste Harmoniemusik der 1. Klasse auf Rang 1. Ebenso die Brass Band Musikgesellschaft Oberrüti, die den Spitzenplatz in ihrer Besetzung und Stufe einnahm.

Niederwil, damals noch in der Kategorie Unterhaltungsmusik Unterstufe, belegte ebenfalls Platz 1. Dottikon, die wieder in der Unterhaltungsmusik Mittelstufe antreten, verteidigen ihren 2. Platz von damals, sicher mit Aussicht auf den 1. Und wenn es dann heisst: «Tambourbeginn – Tambour – vorwärts – Marsch!», kämpfen wohl wieder Auw und Oberrüti um den Sieg.

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