Steuern

Der Regierungsrat will den Mittelstand entlasten

Der Aargauer Regierungsrat gibt die Steuersenkung nach der Vernehmlassung praktisch unverändert in den Grossen Rat. Die Steuergesetzrevison soll den Mittelstand entlasten. Sie bedeutet Mindereinnahmen von bis zu 260 Millionen Franken pro Jahr.

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Der vorgesehene Steuertarif soll ab 2013 den Mittelstand um 5 bis 6 Prozent entlasten

Der vorgesehene Steuertarif soll ab 2013 den Mittelstand um 5 bis 6 Prozent entlasten

Keystone

Der Kanton weist Mindereinnahmen von 175 Millionen Franken aus, weil er «dynamische Effekte» wie Zuzüger und höhere steuerbare Einkommen erwartet. Gegen die Steuerausfälle wehrten sich SP, Grüne und die Gemeindeverbände, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung sei die Revision für den Kanton und für die meisten Gemeinden tragbar, hielt der Regierungsrat fest. Von den Mindereinnahmen sollen der Kanton 90 Millionen Franken und die Gemeinden 85 Millionen Franken tragen.

Wegen negativer Stellungnahmen strich die Regierung aus der Vorlage einzig zwei Neuerungen: die Ausbildungsvorschrift für Vorsteher von Gemeindesteuerämtern und die direkte Einreichung der Lohnausweise durch die Arbeitgeber.

Höhere Abzüge für Kinder und Betreuung

Der vorgesehene Steuertarif soll ab 2013 den Mittelstand um 5 bis 6 Prozent entlasten. Zugleich soll der Steuertarif für die oberen Einkommen um höchstens 2,5 Prozent sinken. Auch die Vermögenssteuer soll moderat gesenkt werden.

Weiter sollen die Abzüge für Kinder und deren familienexterne Betreuung erhöht werden. Der Grosse Rat soll die Steuergesetzrevision zum ersten Mal zwischen Mai und September beraten. Eine Volksabstimmung würde im November 2012 stattfinden.