Schinznach-Dorf

Von der Pizza bis zum Filet: Im «Bären» zieht die Italianità ein

Am Samstag feiert der «Bären» Wiedereröffnung. Das neue Team gibt alles, um den Schinznachern ihren Dorftreffpunkt zurückzugeben. Die Inhaber Harry Naef und Pasquale Ferrara hoffen auf die Unterstützung des Tals.

Janine Müller
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Wirt Antonio Garcia (rechts) und Chefkoch Pasquale Ferrara wollen den Gästen im «Bären» ein Gefühl von Heimat vermitteln.

Wirt Antonio Garcia (rechts) und Chefkoch Pasquale Ferrara wollen den Gästen im «Bären» ein Gefühl von Heimat vermitteln.

Janine Müller (jam)

Die Handwerker sind noch emsig am Arbeiten. Die Eingangstüre ist neu gemacht, die Gaststube mit neuer Farbe und neuem Boden versehen. «Wir haben ja noch etwas Zeit», scherzt Harry Naef, der für die Bauleitung zuständig ist. Immer wieder klingelt das Telefon, immer wieder gibt es Neues abzuklären.

Diesen Samstag wird im «Bären» ab 15 Uhr Wiedereröffnung gefeiert, nachdem Fritz und Ursula Amsler Ende Januar in Pension gingen. Mit der Wiedereröffnung zieht im Schinznacher Gasthof die Italianità ein. Erworben haben den «Bären» Harry Naef und Pasquale Ferrara vom «Alten Landgericht» in Lenzburg. Chefkoch Ferrara passt die Speisekarte im «Bären» jener vom «Alten Landgericht» an. «Wir werden Gerichte von der Pizza bis zum Filet anbieten im ‹Bären›», sagt Ferrara. Und Harry Naef ergänzt: «Es soll möglich sein, mit jedem Budget bei uns einzukehren.»

Von der Pfanne direkt zum Gast

Ferrara wird zwischen den beiden Restaurants hin- und herpendeln. Die Küchenmannschaft im «Bären» wird nach seinen Vorgaben kochen. Und die sind streng. Bei ihm muss alles frisch sein: von den verwendeten Produkten über die selbst gemachte Bouillon bis hin zum Anrichten auf dem Teller. «Das Essen kommt direkt aus der Pfanne auf den Teller und dann sofort zum Gast», sagt Ferrara. Wer mit Pasquale Ferrara spricht, merkt rasch, wie leidenschaftlich gerne er seinen Job macht. Diese Leidenschaft will er den Gästen im «Bären» weitergeben und diese mit speziellen Gerichten verwöhnen.

Beispielsweise mit Gerichten, die mit Cardoncello-Pilzen veredelt werden. Eine Spezialität wird auch die «carrelatta di antipasti» sein, eine Platte voller Antipasti, die für Gruppen ab 10 Personen serviert wird. «Ein solches gemeinsames Essen fördert die Zusammengehörigkeit», ist Ferrara überzeugt. An die Speisekarte angepasst werden jeweils auch die Weine, wobei Naef und Ferrara nebst den eigenen Weinen ebenfalls auf einheimische Schenkenbergertaler Weine setzen. Der gastgebende Wirt wird übrigens Antonio Garcia sein, der Schwager von Ferrara. Garcia sorgt mit seinem Team dafür, dass sich die Gäste und auch die Vereine wie zu Hause fühlen.

Grosses Potenzial

Das neue «Bären»-Team gibt zurzeit alles, um den Schinznachern ihren Dorftreffpunkt zurückzugeben. «Wir brauchen aber auch die Unterstützung der Menschen aus dem Dorf und dem Tal», sagt Ferrara. Es sei eine grosse Herausforderung, hier an einem nicht sehr zentralen Ort ein Restaurant zu führen.

Ausschlaggebend für den Erwerb seien unter anderem die Hotelzimmer gewesen, aber auch «der wunderschöne Felsengarten und der Saal, den wir unterschiedlich bespielen wollen», wie Harry Naef sagt. «Das Potenzial des Hauses ist gross.»

Wiedereröffnung

Restaurant Bären am Samstag, 24. Februar, ab 15 Uhr. Es treten auf das Schwyzerörgeli-Quartett Schenkenberg und die Coverband «Major9». Dazu gibt es Weindegustationen und weitere musikalische Beiträge.