Brugg/Windisch

Turmbau verzögert sich – Arbeiten am «Centurion Tower» unterbrochen

Es ist ein durch und durch ambitioniertes Projekt: Auf dem Areal neben den Kabelwerken, unmittelbar beim Brugger Bahnhof und beim Fachhochschul-Campus, plant die Brugg Immobilien AG ein 15-geschossiges Gebäude.

Michael Hunziker
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So soll sich der «Centurion Tower» dereinst präsentieren: Die kantonalen Reformvorschläge haben Auswirkungen auf das Bauprojekt.

So soll sich der «Centurion Tower» dereinst präsentieren: Die kantonalen Reformvorschläge haben Auswirkungen auf das Bauprojekt.

Schneider & Schneider

Eingerichtet werden in diesem neben einem Hotel auch mögliche Dienstleistungsbetriebe sowie Eigentums- und Mietwohnungen. Gerechnet wird mit Investitionen von rund 75 Mio. Franken.

Das Vorhaben, das unter dem Namen «Tower» bekannt wurde und mittlerweile den Titel «Centurion Tower» trägt, befindet sich heute im Stadium der Baueingabe.

Ursprünglich ging die Brugg Immobilien AG davon aus, dass der Verwaltungsrat noch dieses Jahr die Realisierung freigeben und – vorausgesetzt, alles verläuft reibungslos – das Gebäude Anfang 2019 fertiggestellt werden kann.

Neue Ausgangslage

So schnell geht es nun aber nicht. Als Grund nennt die Brugg Immobilien AG unter anderem die aktuellen kantonalen Reformvorschläge für die Berufs- und Mittelschullandschaft.

Betroffen ist voraussichtlich auch das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Brugg. Denn geht es nach dem Regierungsrat, wird am Standort Brugg die KV-Abteilung geschlossen.

Und diese ist auf zwei Stockwerken eingemietet an der Industriestrasse im sogenannten Flex-Gebäude, das sich im Besitz der Brugg Immobilien AG befindet.

«Das zur Diskussion stehende neue Raumkonzept des Kantons für die Ausbildungsstandorte hat auch Konsequenzen für uns», sagt Rolf Henggeler, Geschäftsführer der Brugg Immobilien AG.

«Aufgrund der unsicheren Ausgangslage mit möglichen Leerständen in unseren Gebäuden sind die Arbeiten für das Projekt ‹Centurion Tower› jetzt unterbrochen worden, bis der Entscheid des Grossen Rats vorliegt.»

Auf den Tisch kommen soll das Geschäft im Kantonsparlament im Juni. «Liegen alle Fakten definitiv vor, muss das geplante Bauprojekt neu beurteilt und auf die Nutzung beziehungsweise die Wirtschaftlichkeit überprüft werden», führt Henggeler weiter aus.

Trotz allem: «Für den Standort Brugg-Windisch wäre der ‹Centurion Tower› ein Gewinn in jeder Beziehung», steht für Henggeler fest. «Die Projektverantwortlichen sind zuversichtlich, das geplante Gebäude doch noch realisieren zu können – allerdings halt mit einigen Monaten Verzögerung.»

Präsident will sich wehren

Rückblick: Für den markanten Bau liess die Brugg Immobilien AG einen Studienauftrag durchführen, um eine gute Grundlage zu erhalten. Der Vorschlag des Architekturbüros Schneider & Schneider aus Aarau überzeugte und wurde im Juni 2014 präsentiert.

Im Herbst des gleichen Jahres wurden auf dem Areal das alte Cardinal- sowie das Landi-Gebäude abgebrochen.

In der Folge untersuchte die Kantonsarchäologie das rund 2500 Quadratmeter grosse Gelände. Schliesslich wurde für den «Centurion Tower» ein Vorprojekt erstellt.

Diese Arbeiten konnten im letzten Jahr abgeschlossen werden, das Augenmerk ist in der Folge auf das Bauprojekt sowie die Baubewilligung gerichtet worden.

Am Montag hat Landammann Urs Hofmann der Gruppe Brugg einen Unternehmensbesuch abgestattet. Die KV-Abteilung war in der Diskussion kurz ein Thema.

erwaltungsratspräsident Otto H. Suhner erwartet vom Regierungsrat, dass er sich für den Standort in Brugg einsetzt. Die Schule müsse erhalten bleiben, sagte Suhner. «Wir werden uns mit allen Mitteln wehren.»