Wildegg
Steinbruch soll innerhalb von 15 Jahren mit Aushub gefüllt werden

Von der Zement-Fabrik in Wildegg gibt es ein neues Förderband in den Steinbruch Oberegg. Dieser wird wieder aufgefüllt.

Alice Sager
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Unten kommt Rohstoff aus dem Steinbruch, oben wird mit dem neuen Förderband das Material für das Wiederauffüllen von Wildegg in die Oberegg transportiert.

Unten kommt Rohstoff aus dem Steinbruch, oben wird mit dem neuen Förderband das Material für das Wiederauffüllen von Wildegg in die Oberegg transportiert.

Alice Sager

«Vor 125 Jahren hat die Zementproduktion hier in Wildegg begonnen. Löcher und Gräben entstanden. Heute ist es Zeit, dass wir den Graben beim Steinbruch Oberegg auffüllen», sagt Marcel Bieri, Leiter Produktion Zement von den Jura-Cement-Fabriken AG (JFC). Am Donnerstagabend wurde ein neues Förderband eingeweiht. Es entstand teilweise über dem bisherigen Band vom Steinbruch zur Fabrik – also quasi im Obergeschoss. Das neue Band ist 2,2 Kilometer lang. Gebaut wurde auf Wildegger Seite auch eine Umschlagshalle, die JCF investierten rund 15 Millionen Franken.

Ab dem nächsten Jahr werden täglich bis fünf Züge mit Auffüllmaterial eintreffen. Zuerst werden aber Versuche mit Ausbruch aus dem Eppenbergtunnel gemacht. Ab 2018 wird dann Ausbruch aus dem Bözberg-Tunnel deponiert. Später kommen Züge vom Gubrist, wo ein dritter Autobahntunnel gebaut wird. Ziel ist, den Steinbruch innerhalb von 15 Jahren aufzufüllen. Hans-Peter Meyer, Managing Director von JCF, sieht die Anlage als Umweltprojekt. «Wir wollen der Natur und den Anwohnern etwas zurückgeben.» Der Gemeindeammann von Veltheim, Ulrich Salm, ist auch zufrieden: «Nach fünf Jahren Verhandlungen haben wir erreicht, was wir wollten.»

Hans-Peter Meyer (l.), Managing Director, mit Marcel Bieri, Leiter Produktion.

Hans-Peter Meyer (l.), Managing Director, mit Marcel Bieri, Leiter Produktion.

Alice Sager

Anklang fand das Projekt ebenfalls bei den Grossräten, die an der Einweihung dabei waren. Barbara Portmann-Müller (GLP) ist vor allem begeistert, dass das Gestein per Bahn angeliefert wird. Die Lärmimmissionen sind deshalb klein. Christian Minder (EVP) ist gespannt, ob das Projekt rentiert, und Jean-Pierre Gallati (SVP) freut sich, dass das Unternehmen der Natur etwas zurückgibt, das es nicht zwingend müsste.

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