Windisch
«Heldin des Alltags»: Sie kämpft für eine gerechte Schweiz

Ligia Vogt will sich im Nationalrat für die Schwachen in der Gesellschaft einsetzen.

Janine Müller
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Kandidiert auf der queer-feministischen Liste der SP Frauen Aargau: Ligia Vogt.

Kandidiert auf der queer-feministischen Liste der SP Frauen Aargau: Ligia Vogt.

Chris Iseli

Seit sie von SRF als «Heldin des Alltags» nominiert worden ist, ist die Arbeit von Ligia Vogt über die Kantonsgrenze hinaus bekannt. Die Windischerin, die ursprünglich aus Venezuela stammt, hat Nosotras Aargau gegründet. Dieser Verein kümmert sich hauptsächlich um die Integration von Menschen aus dem lateinamerikanischen Raum, aber auch um Frauen, die Opfer von seelischer oder körperlicher Gewalt wurden.

Seit 2018 sitzt Ligia Vogt für die SP im Einwohnerrat Windisch. Nun kandidiert sie auf der queer-feministischen Liste der SP Frauen Aargau für den Nationalrat. «Ich bin in der Politik aktiv, weil dort die kleinen und grossen Entscheidungen gefällt werden und ich positiv unser schönes Land formen will», sagt Ligia Vogt zu ihrer Motivation. Sie kandidiert für den Nationalrat, weil sie überzeugt ist, «dass die Schwachen und Ausgestossenen – unter anderem Frauen, LGBT (eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender), Personen mit speziellen Bedürfnissen, alleinerziehende Personen, die Armen, die älteren Personen usw. – es verdienen, mit Toleranz, Respekt und Gleichheit behandelt zu werden». Sie wolle für eine bessere und gerechtere Schweiz kämpfen. «Warum sollten nicht auch diese Minderheiten einen Sitz im Nationalrat verdienen?», fragt sie.

Keine Angst vor schwierigen Themen

Besonders einsetzen möchte sich Ligia Vogt für Familien, Frauen, verschiedene Minderheiten, Gleichstellung und Feminismus im Allgemeinen, für faire Rechte und Pflichten in verschiedensten Migrationsthemen und dafür, Bildungs- und Präventionsthemen vermehrt in die Politiklandschaft einbringen. Wichtig ist der SP-Politikerin auch das Schützen der Umwelt «unserer wunderschönen Schweiz». Sie scheue sich nicht, sich schwierigen Themen anzunehmen, und diese lösungsorientiert anzupacken, verspricht die Windischerin. «Ich bin ehrlich und direkt und vertraue auf den Dialog zwischen den jüngeren, sehr engagierten Politikerinnen und Politikern sowie der Weisheit der Älteren», sagt Vogt. Sie wolle Brücken bauen, mit konstruktiver Zusammenarbeit Veränderungen erreichen und sei dankbar, dass sie als Frau mit Migrationshintergrund für den Nationalrat kandidieren dürfe.

«Ich bin sehr stolz auf die Schweizer Demokratie», betont Vogt. «Gewählt zu werden, wäre die grösste Ehre und Aufgabe, die mir zuteilkommen würde. Doch meine Chancen betrachte ich als klein mit all den anderen super Kandidierenden.»

Die 55-jährige Ligia Vogt ist eidgenössisch diplomierte Migrationsfachfrau. Sie ist verheiratet und Mutter. Ihre freie Zeit verbringt sie gerne mit der Familie oder beim Wandern. Und wenn es drinliegt, liest sie gerne ein Buch.

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