Villnachern

Gmeind entscheidet über Konzessionsvertrag mit IBB

Die Stimmberechtigten diskutieren zudem über Kreditabrechnungen, einen Nachtragskredit sowie über ein neues Reglement.

Janine Müller
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Die Energieversorgerin IBB mit Sitz in Brugg.

Die Energieversorgerin IBB mit Sitz in Brugg.

Michael Hunziker

An der Generalversammlung vom 4. Mai hat die Elektrizitätsgenossenschaft Villnachern einem Verkauf der Anlagen für die Versorgung der Gemeinde Villnachern mit elektrischer Energie an die Industriellen Betriebe Brugg (IBB) Strom AG zugestimmt. Nun muss der IBB daher die Konzession erteilt werden, öffentlichen Grund für den Leitungsbau, die Übertragung von elektrischer Energie und Daten in Anspruch zu nehmen, soweit die Stromversorgungsgesetzgebung und die damit verbundenen Ausführungsbestimmungen sowie das Raumplanungsrecht hierfür Raum lassen. Es ist die Gemeindeversammlung, die am Donnerstagabend darüber entscheiden wird. Der Gemeinderat empfiehlt den Stimmberechtigten die Genehmigung der insgesamt vier Anträge. Darunter ist auch die Vertragsauflösung der Gemeinde Villnachern und der Elektrizitäts-Genossenschaft Villnachern per 31. Dezember 2018.

Nebst den üblichen Traktanden wie Protokoll, Rechenschaftsbericht und Rechnungsabschluss 2017 – die Rechnung schloss mit einem Gewinn von Fr. 19 947.24 ab – entscheidet die Gmeind weiter über zwei Kreditabrechnungen (Brüschenweg inklusive Wegunterführung Aegerten sowie Sanierung der Kantonsstrasse K474 im Innerortsbereich inklusive Werkleitungen).

Kostenabschätzung ist schwierig

Zudem steht das neue Kinderbetreuungs- und Elternbeitragsreglement zur Diskussion. «Die Gemeinden sind verpflichtet, den Zugang zu einem bedarfsgerechten Angebot an familienergänzender Betreuung von Kindern bis zum Abschluss der Primarschule sicherzustellen», schreibt der Gemeinderat in der Botschaft. «Die Gemeinden im Schenkenbergertal haben eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den jeweiligen Ressortvertretern, gebildet, die gemeinsam ein Reglement über die Gemeindebeiträge an die familienergänzenden Kinderbetreuung erarbeitete», heisst es weiter. «Dabei wurde das Ziel verfolgt, die Regelungen der Gemeinden in der Region zu vereinheitlichen.» Eine Umfrage unter den Eltern von Schul- und Vorschulkindern habe gezeigt, dass der Wunsch nach Betreuung vor allem in Richtung der Randstundenbetreuung inklusive Betreuung über den Mittag, den sogenannten Tagesstrukturen, besteht. Der Gemeinderat geht davon aus, dass das neue Kinderbetreuungs- und Elternbeitragsreglement inklusive Anhang der Finanzierungsmodelle jährlich wiederkehrende Kosten von 30 000 bis 40 000 Franken ergeben. Es seien aber sehr vage Aussagen und es sei kaum möglich, aktuell verlässliche Zahlen zu präsentieren, hält die Behörde fest. «Erste Erfahrungswerte sind in rund zwei Jahren zu erwarten.»

Für die Gesamtrevision Nutzungsplanung beantragt der Gemeinderat einen Nachtragskredit von 55 000 Franken. Grund dafür: Zu Beginn der Planungsarbeiten Ende 2013 waren viele neue Rahmenbedingungen noch nicht bekannt oder noch nicht in der Praxis erprobt – Stichwort neues eidgenössisches Raumplanungsgesetz. Der Planungsentwurf musste laufend angepasst werden, heisst es in der Botschaft.

Gemeindeversammlung am Donnerstag, 21. Juni, um 20.15 Uhr im Gemeindesaal des Mehrweckgebäudes.