Mandach

Gemeinde-Verwaltung braucht mehr Ressourcen

Von bisher 150 auf neu 180 Prozent soll der Stellenplan der Verwaltung erhöht werden.

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Die Gemeinde Mandach von oben.

Die Gemeinde Mandach von oben.

Sandra Ardizzone

Auf der Gemeindeverwaltung haben sich die Tätigkeiten verändert, Neues ist übernommen worden. Die Aufgabenstellung sei komplexer geworden, stellt der Gemeinderat Mandach fest und verweist auf die Bauverwaltung, den Sozialdienst, den Einwohnerdienst sowie insbesondere auch auf die Anforderungen an die Rechnungsführung. Die Einführung des Rechnungsmodells von HRM2 habe zu einem deutlichen Mehraufwand geführt.

Seit über 20 Jahren weist die Verwaltung einen unveränderten Stellenplan von 150 Prozent auf, so die Behörde. An der Gemeindeversammlung zur Diskussion steht eine Erhöhung auf 180 Prozent. Eine solche sei verhältnismässig, ist der Gemeinderat überzeugt. Neben den umfangreicheren Aufgaben oder den Überstunden im Bereich Finanzen/Steuern erwähnt er verschiedene Projekte, die lanciert wurden und die Verwaltung ebenfalls beanspruchen, etwa die Revision der Nutzungsplanung oder die Periodische Wiederinstandstellung/Erneuerung von Flurwegen. Kurz: Benötigt würden die entsprechenden Ressourcen. «Damit die Miliz-Gemeinderäte ihre Aufgabe wahrnehmen können, sind sie auf die professionelle und zeitgerechte Unterstützung der Verwaltung angewiesen.» Die wiederkehrenden Kosten von rund 35 000 Franken für die zusätzlichen Stellenprozente seien eine sinnvolle und notwendige Investition.

In Bank entsteht eine Wohnung

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Donnerstag, 27. Juni, über eine Einbürgerung, die Kreditabrechnung für die Sanierung der Schattengasse sowie einen Kredit von 800 000 Franken für die Sanierung der Liegenschaft Pfruendmatt.

Vorgesehen ist der Umbau der ehemaligen Räumlichkeiten der Raiffeisenbank in eine moderne Wohnung mit Sitzplatz. Die ehemaligen Posträume werden saniert, möglich ist die Einrichtung von Gewerberäumlichkeiten oder einer Wohnung. Ebenfalls geplant ist, die Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss zu erneuern. Mit diesen Arbeiten werde das rund 35 Jahre alte Gebäude wieder auf den neusten Stand gebracht, hält der Gemeinderat fest. Ausgeführt werden sollen Umbau und Sanierung ab diesem Spätherbst.

Deutlich besser als erwartet

Die Rechnung 2018 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 768 228 Franken deutlich besser ab als erwartet. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 62 280 Franken. «Verschiedene, zum Teil ausserordentliche Faktoren, tragen zu diesem positiven Ergebnis bei», führt der Gemeinderat aus.

Die allgemeinen Gemeindesteuern liegen mit 1,08 Mio. Franken rund 321 000 Franken über dem Budget und rund 183 000 Franken über dem Vorjahresergebnis. Die Mehrerträge sind gemäss Behörde zurückzuführen auf Nachträge für Vorjahre und auf das wirtschaftliche Wachstum bei den Einkommen im laufenden Steuerjahr. Ausgabenseitig seien die plan- und budgetierbaren Positionen eingehalten, meist sogar unterschritten worden – im Bildungsbereich, nennt der Gemeinderat ein Beispiel, hauptsächlich durch tiefere Lehrerbesoldungsanteile an den Kanton sowie tiefere Schulgelder an Volks- und Berufsschulen, verursacht durch tiefere Schülerzahlen. Ein weiterer Faktor für die positive Rechnung stelle die Neubewertung des Finanzvermögens per Anfang 2018 dar.

Die Behörde äussert sich sehr zufrieden über den Rechnungsabschluss, gibt aber gleichzeitig zu bedenken. «Meist haben ausserordentliche oder einmalige Faktoren zu diesem beigetragen. Es kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass diese ausserordentlichen Faktoren künftig regelmässig eintreffen.» (mhu)

Gemeindeversammlung Donnerstag, 27. Juni, 20.15 Uhr, im Untergeschoss des Schulhauses.