Mandach

Gemeinde soll Kosten für offiziellen Festakt übernehmen

Nächstes Jahr wird gefeiert: Für das bevorstehende Dorffest in Mandach steht nun ein Defizitbeitrag sowie ein Kostenanteil für den offiziellen Teil zur Diskussion.

Michael Hunziker
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2018 wird gefeiert unter dem Motto «Dorffest Mandach – e rondi Sach».

2018 wird gefeiert unter dem Motto «Dorffest Mandach – e rondi Sach».

Sandra Ardizzone

Zum 800-Jahr-Jubiläum steigt das grosse Dorffest Mandach unter dem Motto «e rondi Sach». Ein Organisationskomitee kümmert sich seit Herbst 2015 um die Vorbereitungen und die Koordination. Höhepunkt wird das Festwochenende vom 3. bis 5. August 2018 sein. Geplant sind weitere Aktivitäten wie ein Neujahrs-Brunch oder ein Wettbewerb zu den Dorf-Dekorationen.

Morgen Freitag entscheiden die Stimmberechtigten über einen Kredit von 22 000 Franken als Defizit-Garantie sowie als Kostenanteil am offiziellen Festakt. Dieser soll, ist der Gemeinderat zum Schluss gekommen, nicht durch das OK beziehungsweise die Vereine finanziert werden. Die Behörde weist auf die Bedeutung des Dorffests hin. «Es bietet die Möglichkeit zum geselligen Zusammensein, sich innerhalb der Dorfgemeinschaft besser kennenzulernen und schafft so eine vertiefte Verbundenheit.»

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung unter anderem die Leistungsvereinbarung mit der Spitex RegioKirchspiel sowie der Erwerb der ehemaligen Bankräumlichkeiten der Raiffeisenbank für 110'000 Franken und der Projektierungskredit von 20'000 Franken für den Umbau und die Sanierung der Liegenschaft.

Aus Sicht des Gemeinderats macht der Erwerb der Räumlichkeiten Sinn, weil damit das gesamte Gebäude – ausgenommen Trafostation – im Eigentum der Gemeinde ist. «Damit entfallen die jeweiligen Absprachen mit der Raiffeisenbank.» Mit einer Sanierung, fügt die Behörde an, kann die Gemeinde Einnahmen generieren «und die leerstehenden Räume können sinnvoll genutzt werden». Möglich ist, die ehemaligen Bankräumlichkeiten zu einer 31⁄2-Zimmer-Wohnung umzubauen, die ehemaligen Posträumlichkeiten und die Militärküche als Gewerberäume zu nutzen.

Erhöhung wird unumgänglich

Das Budget 2018 der Einwohnergemeinde basiert – durch den Steuerfussabtausch mit dem Kanton – auf einem Steuerfuss von 117 Prozent und weist einen Ertragsüberschuss von 62'280 Franken auf. «Damit sieht das Budget gegenüber demjenigen von 2017 um fast die Hälfte schlechter aus», führt der Gemeinderat aus. «Dies ist auf den Steuerfussabtausch und die Mehraufwendungen durch den neuen Finanzausgleich zurückzuführen.» Dank der Entnahme aus der Aufwertungsreserve von 137'620 Franken schliesst das Budget jedoch immer noch positiv ab.

Der Gemeinderat hat «aufgrund des Finanzplans, den Übergangsbeiträgen und der Möglichkeit der Entnahme aus der Aufwertungsreserve» beschlossen, auf eine Steuererhöhung im Jahr 2018 zu verzichten. Aber: «Die Aussichten aufgrund der auferlegten Kosten und des neuen, tieferen Finanzausgleichs zeigen jedoch klar auf, dass eine Steuerfusserhöhung unumgänglich ist, damit ab 2020 Ergänzungsbeiträge bean-tragt und eine ausgeglichene Haushaltsführung gewährleistet ist», hält die Behörde fest.

Gemeindeversammlung Freitag, 1. Dezember, 20.15 Uhr, Turnhalle.