Windisch

Die Liegenschaften sind das grosse Thema

Der Gemeinderat präsentiert die Finanzstrategie und die – darauf abgestützten – Legislaturziele 2018–21.

Michael Hunziker
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Gemäss Finanzstrategie wird der Gemeinderat die Priorität – unter anderem – legen auf die Werterhaltung des Gemeindehauses. mhu

Gemäss Finanzstrategie wird der Gemeinderat die Priorität – unter anderem – legen auf die Werterhaltung des Gemeindehauses. mhu

Michael Hunziker

Der Gemeinderat Windisch sagt, wo er in der laufenden Legislatur die Schwerpunkte setzen will, in welche Richtung die Entwicklung der Gemeinde führen soll. Diese Woche wird eine 12 Seiten starke Broschüre zu Finanzstrategie und Legislaturzielen 2018–21 an die Haushaltungen verteilt.

Dass Leitsätze publiziert werden, ist nicht neu in Windisch. Schon in der Legislatur 2010–13 sowie 2014–17 wurde jeweils ein Faltblatt erstellt. So viele Informationen wie diesmal aber, mit so vielen konkreten Ausführungen, hätten die Einwohnerinnen und Einwohner bisher nicht erhalten, sagte Gemeindepräsidentin Heidi Ammon. Zusammen mit Marco Wächter, Verwaltungsleiter/Gemeindeschreiber I, ging sie an der gestrigen Medieninformation auf die Broschüre und deren Inhalt ein.

«Die Diskussionen finden immer über die Finanzen statt», sind sich Heidi Ammon und Marco Wächter bewusst. Aus diesem Grund wurde zuerst die Finanzstrategie erarbeitet, darauf abgestützt sind dann die Legislaturziele formuliert worden. Denn festgehalten ist in der Finanzstrategie: «Wir richten unsere Ausgaben nach den finanziellen Möglichkeiten.» Und: «Wir halten das Gleichgewicht zwischen den Dienstleistungen der Gemeinde und der Steuerbelastung.»

Das Schulhaus ist im Bau

Letztere sei zwar wichtig, ergänze Heidi Ammon. Aber genauso von Bedeutung sei, was der Bürger erhalte. Sie erwähnte die vielseitigen Anspruchsgruppen sowie die unterschiedlichen Erwartungshaltungen, sei es von der Bevölkerung, den Vereinen, den Parteien, den Firmen oder des Kantons. Auch wies sie auf das Spannungsfeld hin zwischen gesetzlichen Vorgaben, politischen Zielsetzungen und wirtschaftlicher Ausgangslage.

Realisiert werden, heisst es in der Finanzstrategie weiter, die notwendigen Investitionen, zugelassen werde deshalb eine Verschuldung, die langfristig tragbar sei. Angestrebt werden ebenfalls faire Kostenteiler bei Zentrumsaufgaben und gemeindeübergreifenden Projekten. Bei den Kennzahlen nennt der Gemeinderat eine Nettoschuld von 3000 Franken pro Einwohner sowie einen Selbstfinanzierungsgrad von 65 Prozent.

Heidi Ammon und Marco Wächter betonten, dass realistische Ziele gesetzt wurden. Auch wenn mit der Bevölkerungsentwicklung die Steuerkraft in den letzten Jahren habe gestärkt werden können, müssten weiterhin Prioritäten gesetzt werden. Im Hochbau wird das Augenmerk gerichtet auf die Umsetzung der Schulraumplanung. Das neue Dohlenzelgschulhaus mit Turnhallen, Doppelkindergarten und Tagestruktur-Räumen, lautet ein Legislaturziel, ist im Bau. Für die Werterhaltung des Gemeindehauses und des Bossharthauses werden gemäss Gemeindepräsidentin Ammon 4 Mio. Franken eingestellt. Der Steuerfuss werde maximal um 5 Steuerprozente angehoben.

Die Vision Brugg wird entwickelt

Als weitere Legislaturziele formuliert sind unter anderem, dass durch gezielte und zweckmässige Investitionen ein langfristiges Weiterbestehen des Freibads Heumatten sichergestellt ist, dass die Tagesstrukturen ein fester Bestandteil des attraktiven Betreuungsangebots sind oder dass die Massnahmen des Natur- und Landschaftsentwicklungskonzepts sowie des Kommunalen Gesamtplans Verkehr umgesetzt sind.

Ebenfalls erwähnt werden – um Beispiele zu nennen – die langfristige Strategie für die Feuerwehr Windisch-Habsburg-Hausen, die Anstellungsbedingungen und das Online-Angebot der Gemeinde, der gemeinsame Standort für das Elektrizitäts- und Wasserwerk sowie das Bauamt oder die Entwicklung einer Vision Region Brugg. Es gehe darum, sagte Heidi Ammon auf Nachfrage, eine Auslegeordnung vorzunehmen und sich zu überlegen, was in Zukunft wie und wo organisiert wird. Es sei wichtig, die Region als Ganzes zu verstehen. Um zwischen den Zentren Aarau und Baden bestehen zu können, zeigte sich die Gemeindepräsidentin überzeugt, bleibe kein anderer Weg, als die Gemeindegrenzen aufzumachen.