Brugg

Brugger Einwohnerrat gibt dem Aaresteg eine Chance

Der Brugger Einwohnerrat spricht sich für gesamtheitliche Abklärungen aus für die direkte Verbindung für Fussgänger und Velofahrer.

Drucken
Teilen
Aaresteg im Umikerschachen

Aaresteg im Umikerschachen

Michael Hunziker

Die direkte Verbindung für Fussgänger und Velofahrer zwischen dem Brugger Altenburg-Quartier und dem Ortsteil Umiken kann genauer geprüft werden. Der Brugger Einwohnerrat hat am Freitagabend mit 33 zu 12 Stimmen den Planungskredit von 58287 Franken genehmigt für die Erarbeitung eines fundierten Antrags­gesuchs an den Kanton.

Bei der CVP steht der Aare­steg im Umikerschachen schon länger auf der Wunschliste. Barbara Geissmann freute sich, dass es vorwärts geht mit der Planung. Gleichzeitig hob sie hervor, dass der Natur Sorge zu tragen sei. Deshalb sei ein Begleitkonzept auszuarbeiten zur Besucherleitung mit einem Augenmerk auf Abfallmanagement und Parkingleitsystem. Auch Franziska Rabenschlag (SP) wies darauf hin, dass eine rege Nutzung mehr Besucher bedeute. Trotz Zweifel und Sorgen unterstützte sie den Planungskredit, um Argumente zu erhalten für oder gegen einen Bau. Ähnlich äusserte sich Adriaan Kerkhoven (GLP), der Abklärungen trotz Bedenken begrüsste, denn die Veloverbindung sei wichtig.

Für Grüne und EVP ist das Vorhaben nicht notwendig

Dem Vorhaben gegenüber positiv und zuversichtlich eingestellt war Daniel Zulauf (SVP). Er sah einen Mehrnutzen. Die FDP hat ebenfalls einige Chancen entdeckt, sagte Titus Meier und erwähnte etwa die bessere Anbindung von Umiken und Schinznach-Bad. Es seien allerdings auch einige Vorbehalte und Punkte zu klären. Die Machbarkeit gelte es zu prüfen.

Ganz anderer Meinung war Thomas Gremminger (Grüne). Er erachtete das Projekt als weder notwendig noch dringlich. Verliererin sei die wertvolle und geschützte Natur. Barbara Müller (EVP) hatte ebenfalls kein Verständnis dafür, dass im geschützten, sensiblen Gebiet ein Steg gebaut werden soll.

CVP kommt mit Antrag für 60 Stellenprozente durch

Zu einer lebhaften Debatte geführt haben weiter die Schaffung einer Personalfachstelle von 80 Prozent sowie die 20 Stellenprozente für die Kommunikation. Stefan Baumann (SVP) und Willi Wengi (FDP) konnten dem Ansinnen nichts Positives abgewinnen. Ersterer fand, die Vorlage könne unter keinem Titel unterstützt werden, letzterer bezeichnete den Zeitpunkt als nicht gegeben, um Stellen zu schaffen. Auch sein Parteikollege Michel Indrizzi wünschte sich vielmehr eine Effizienzsteigerung, sprach von einem konzeptlosen Vorgehen.

Für Reto Bertschi (SP) dagegen war unbestritten, dass es eine Personalfachstelle braucht. Yves Gärtner (Grüne) beschrieb die derzeitigen Zustände auf der Verwaltung gar als unhaltbar. Wichtig sei, auf ein akzeptables Niveau zu kommen. Die CVP sah die Notwendigkeit als gegeben. Aber 60 Stellenprozente sollten reichen zur Erledigung der Aufgaben, sagte Regula Zwicky. Bei der Gegenüberstellung obsiegte der Antrag der CVP, in der Schlussabstimmung wurde er schliesslich mit 27 zu 21 Stimmen angenommen.

Zu Beginn der Sitzung – die bedingt durch das Corona-Schutzkonzept erneut im Campussaal anstatt im Rathaussaal stattfand – in Pflicht genommen worden ist Noah Zurfluh (SP) als Nachfolger von Karin Schödler. Mit grosser Mehrheit gutgeheissen haben die 49 anwesenden Einwohnerräte – von insgesamt 50 – sämtliche Einbürgerungen, den Investitionsbetrag von 172000 Franken für die neue Weihnachtsbeleuchtung sowie den Nachtragskredit für die Ausrüstung der Oberstufenklassen mit iPads.