Bözberg
Strom für 60 Haushalte: Fotovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Liegenschaften geplant

Die Holzkonstruktionen der Turnhallendächer Ursprung und Chapf in Bözberg sollen verstärkt werden, um die durch den geplanten Aufbau von Fotovoltaikanlagen zusätzlich anfallenden Lasten aufnehmen zu können.

Michael Hunziker
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Das Schulhaus und die Turnhalle im Ursprung eigenen sich für die Installation von Fotovoltaikanlagen.

Das Schulhaus und die Turnhalle im Ursprung eigenen sich für die Installation von Fotovoltaikanlagen.

Claudia Meier
(13. Oktober 2019)

Der Gemeinderat Bözberg spricht von Investitionen in die Zukunft: Ziel ist es, Fotovoltaikanlagen auf vier gemeindeeigenen Liegenschaften zu montieren.

Damit eine Kooperation mit der AEW Energie AG infrage kommt, so die Behörde, sollte eine Modulleistung von rund 100 kWp installierbar sein. Dafür benötigt werde eine Dach­fläche von etwa 600 Quadratmetern. Geeignet sind, hat eine Abklärung ergeben, das Schulhaus und die Turnhalle im Ursprung, die Mehrzweckhalle in Linn sowie die Turnhalle im Chapf.

Die statische Beurteilung hat ergeben, dass bei den Dächern der Turnhallen Ursprung und Chapf – die Liegenschaften wurden 1956 erstellt – die Holzkonstruktionen verstärkt werden müssen, um das durch den Aufbau der Fotovoltaikanlage zusätzlich anfallende Gewicht aufnehmen zu können.

Gemeinde stellt Dach für 30 Jahre zur Verfügung

Da für die Montage der Fotovoltaikanlagen sämtliche Gebäude eingerüstet werden, bietet sich gemäss Gemeinderat zudem die Gelegenheit, die sanierungsbedürftige Fassade der 30-jährigen Mehrzweckhalle in Linn zu sanieren und neu zu streichen. Der Kredit von insgesamt 100'000 Franken steht zur Diskussion an der Gemeindeversammlung am Mittwoch, 16. Juni.

Bei einem sogenannten Fotovoltaik-Contracting mit der AEW Energie AG stellt die Gemeinde Bözberg als Grundstückseigentümerin das Gebäudedach für eine Nutzungsdauer von 30 Jahren zur Verfügung. Die AEW Energie AG investiert und betreibt die Anlage. Die installierbare Leistung über alle Anlagen beträgt 320 kWp, die erzeugte Energie im Schnitt pro Jahr 280'000 kWh. Versorgt werden können damit rund 60 Haushalte mit etwa 240 Personen.

Pensum reicht nicht mehr aus für künftige Aufgaben

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten über die Jahresrechnung 2020, die Kreditabrechnung «Lärmschutzmassnahmen an Kantonsstrassen», die gleichbleibende Besoldung des Gemeinderats für die Amtsperiode 2022–25 sowie die Pensumerhöhung der Schulverwaltung von 20 auf 30 Prozent.

Mit der Neuorganisation der Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule werden die Schulpflegen abgeschafft auf Anfang 2022. Durch die Zuweisung von mehr Kompetenzen und Aufgaben an die Schulverwaltung werde das heutige Pensum nicht mehr ausreichen, um die künftigen Aufgaben zeitgerecht bewältigen zu können, stellt der Gemeinderat fest.

Gemeindeversammlung Mittwoch, 16. Juni, 20 Uhr, Turnhalle Chapf 7.

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