Bözberg
Seit einem Jahr geschlossen: Swissgrid hat bisher 700 Gäste im Besucherzentrum empfangen

Noch bis Mitte 2022 ist das vor zwei Jahren in Betrieb genommene Besucherzentrum im Ortsteil Hafen eingerichtet. Die Zukunft dieser weissen Container ist unklar. Die Eigentümerin des Schweizer Höchstspannungsnetzes prüft zurzeit verschiedene Optionen.

Claudia Meier
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Swissgrid hat die Führungen im Besucherzentrum auf dem Bözberg derzeit ausgesetzt.

Swissgrid hat die Führungen im Besucherzentrum auf dem Bözberg derzeit ausgesetzt.

Bild: Claudia Meier
(8. Mai 2020)

Am «Gäbihübel» im Gemeindegebiet von Riniken und Bözberg sind die neuen 380-Kilovolt-Stromleitungen seit über einem Jahr im Boden und die 19 alten Hochspannungsmasten zurückgebaut. Die Swissgrid, die Eigentümerin des Schweizer Höchstspannungsnetzes, will das schweizweite Pionierprojekt während zwei bis fünf Jahren wissenschaftlich begleiten, um technische Erkenntnisse zu erdverkabelten Höchstspannungsleitungen zu gewinnen.

Entlang des 1,3 Kilometer langen Erdkabeltrassees wurden dafür drei Messstationen installiert. Im Bözberger Ortsteil Hafen wurde Mitte 2019 für maximal drei Jahre in weissen Containern ein Besucherzentrum in Betrieb genommen. Dieses sei eine Plattform, «um die Vor- und Nachteile von Freileitungen und Erdverkabelungen sachlich aufzuzeigen und darüber zu diskutieren», heisst es auf der Website von Swissgrid. Doch diskutiert wird dort seit über einem Jahr nicht mehr.

Seit der Eröffnung 44 Führungen organisiert

Ab März 2020 wurde das Besucherzentrum – abgesehen von einem kurzen Intermezzo im Juni/Juli 2020 – aufgrund der Massnahmen zum Schutz vor Covid-19 geschlossen. Swissgrid-Sprecher Jan Schenk sagt: «Gegenwärtig nehmen wir keine Anmeldungen für Führungen im Besucherzentrum Bözberg entgegen. Auch die Termine für die Einzelführungen sind ausgesetzt.»

Insgesamt konnte Swissgrid bisher rund 700 Personen im Besucherzentrum empfangen. Von Juni bis Dezember 2019 wurden total 540 Gäste auf 31 Führungen gezählt. Im 2020 kamen in der coronabedingt kurzen Betriebszeit von vier Monaten 160 Gästen auf 13 Führungen zu Besuch. Für die Zukunft ab Mitte 2022 werden verschiedene Optionen geprüft.

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