Villigen
«Bio» gilt bei Max Schwarz AG auch bei der Energie

Die Max Schwarz AG weiht eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 233 Kilowatt ein. «Wir haben Glück», freut sich Max Schwarz-Zurkinden, Präsident des Verwaltungsrats der Max Schwarz AG. «Das Frühsommerwetter passt zur Einweihung».

Louis Probst
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Roland Greutmann (Max Schwarz AG), Heinz Simmler (gvz-rossat ag) und Max Schwarz-Zurkinden (von links) in der Solarmodul-Dachlandschaft der Max Schwarz AG. Louis Probst

Roland Greutmann (Max Schwarz AG), Heinz Simmler (gvz-rossat ag) und Max Schwarz-Zurkinden (von links) in der Solarmodul-Dachlandschaft der Max Schwarz AG. Louis Probst

Ein Blick auf die Anzeigetafel zeigt denn auch, dass die Tagesleistung der Anlage bis zu diesem Moment 1143 kWh beträgt. Und noch steht die Sonne am Himmel. Seit der Inbetriebnahme Ende des letzten Jahres hat die Anlage bereits 64150 kWh Strom erzeugt und eine Einsparung von knapp 34 Tonnen CO2 bewirkt.

«Rechte Anlage»

Er habe 1986 den ersten Kontakt mit der Photovoltaik gehabt, sagt Max Schwarz-Zurkinden. «Als Student hatte ich damals ein technisches Thema gefasst: die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Photovoltaikanlage. Seither hat mich die Photovoltaik nie mehr losgelassen. Jetzt bin ich persönlich stolz, eine ‹rechte› Anlage einweihen zu können.»

Mit einer Spitzenleistung von 233 Kilowatt ist die von der gvz-rossat ag (Otelfingen) projektierte und erstellte Anlage auf dem Produktionsgebäude der Max Schwarz AG Jungpflanzen eine der grössten im Aargau. Die 729 Solarmodule belegen eine Fläche von insgesamt 1200 Quadratmeter. Die jährliche Energieproduktion wird auf rund 213000 kWh geschätzt, was dem Energiebedarf von 40 bis 50 Haushaltungen entspricht. Gewissermassen das Herz der Anlage sind vier grosse Wechselrichter. Die erzeugte Energie wird über eine nahe gelegene Trafostation ins Netz eingespeist. Die gesamten Investitionskosten werden mit knapp einer Million Franken angegeben. Bereits 2008 war bei der Swissgrid der Antrag auf eine kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) gestellt worden. Im Frühsommer 2011 war diesem Antrag stattgegeben worden.

Nachhaltigkeit ist das Ziel

Max Schwarz-Zurkinden stellt fest: «Für einen zertifizierten Biobetrieb wie die Max Schwarz AG ist eine Photovoltaikanlage eine passende Art der Stromerzeugung.» Die Familienunternehmen Schwarz seien seit 1929 im Bereich Pflanzen und Lebensmittel tätig. Da liege es nahe, ressourcenschonenden Energien besonderes Augenmerk zu schenken. Seit mehr als 25 Jahren bildet denn auch Fernwärme aus dem Netz der Refuna die tragende Säule der intern benötigten Heizenergie. An den Betriebsstandorten in Villigen und Obersiggenthal gibt es keine CO2-produzierenden Heizanlagen mehr.

Biogas und Geothermie

«Die Photovoltaikanlage entspricht dem Firmenziel, möglichst alle vertretbaren, nachhaltigen Energieformen zu nutzen», betont Max Schwarz-Zurkinden. Auch im Dach des geplanten Ökonomiegebäudes für den Bereich Gemüsebau – für das allerdings noch kein geeigneter Standort gefunden werden konnte – ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Aber auch im Bereich Biogas gibt es Projekte für eine Anlage, die zusammen mit einem lokalen Partner realisiert werden könnte. Schliesslich fallen bei der Max Schwarz AG jährlich rund 5000 Tonnen Trockensubstrat an, die in einer Biogasanlage verwertet werden könnten. «Last but not least», so Max Schwarz-Zurkinden, «bietet das Gebiet des Wasserschlosses extrem gute Voraussetzungen für die Nutzung der Geothermie. Ein Projekt ist aufgegleist.»

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