Villigen
Beim zweiten Anlauf hat es geklappt: Grünes Licht für die Ortsdurchfahrt

Die Gemeindeversammlung von Villigen bewilligt Kredite für Sanierung und Neugestaltung.

Michael Hunziker
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Visualisierung zum Projekt. Diese Verengung in Villigen gibt zu reden.

Visualisierung zum Projekt. Diese Verengung in Villigen gibt zu reden.

ZVG/Metron

Beim zweiten Anlauf hat es geklappt: Die Ortsdurchfahrt Villigen kann neu gestaltet werden. Für die Sanierung haben die Stimmberechtigten den Kredit von 3,588 Mio. Franken für die Strasse sowie den Kredit von 5,16 Mio. Franken für die Werkleitungen klar genehmigt.

Der Belag der Kantonsstrasse hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Gemeindeammann Jakob Baumann zeigte an der Gemeindeversammlung am Donnerstag auf, dass Handlungsbedarf besteht. Ziel der Erneuerung des 1,4 Kilometer langen Strassenabschnitts sei es, die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, das Ortsbild aufzuwerten, den Lärm zu minimieren sowie den Hochwasserschutz zu gewährleisten.

Im November des letzten Jahres wiesen sie Stimmberechtigten den Kredit nach einer intensiven Debatte zurück. Das Projekt wurde in der Folge überarbeitet. Mit der nun vorliegenden abgespeckten Version können die Gesamtkosten für die Neugestaltung und Sanierung der Kantonsstrasse um rund 1 Mio. Franken reduziert werden, sagte Baumann. Verzichtet wird auf Pflästerungen bei den Strasseneinmündungen, auf Kandelaber am Strassenrand sowie auf verkehrsberuhigende Massnahmen in den Abschnitten vor dem Restaurant Schlossberg. Apropos: Vom Erwerb des «Schlossbergs» sieht der Gemeinderat ab. Als Grund nannte der Gemeindeammann die Kosten. Ausserdem gehöre ein solcher Kauf nicht zu den Kernaufgaben einer Behörde.

Feinplanung kommt erst

Ein Anwesender hielt dagegen: Es gelte eine Lösung für diese Engstelle zu finden, der «Schlossberg» sei in die Planung einzubeziehen. Denn diese Durchfahrt werde auch von grossen Fahrzeugen genutzt und der Verkehr werde in Zukunft nicht abnehmen. Um klare Verhältnisse zu schaffen und eine wesentliche Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer und die Anwohner zu erreichen, seien die zusätzlichen Kosten für den Kauf der Liegenschaft vertretbar.

Ein weiterer Anwesender störte sich an der Verbreiterung des Trottoirs im Abschnitt Süd, damit auch der Radverkehr darauf zirkulieren kann. Das Trottoir, so seine Ansicht, soll für die Fussgänger reserviert bleiben. Er sprach sich dafür aus, das Projekt in dieser Form nicht anzunehmen.

Gemeindeammann Baumann betonte, dass die Feinabstimmung erst folge und das Bauprojekt auch aufgelegt werde. Der Zeitpunkt sei zu früh, um sämtliche Details zu klären. Die Bauarbeiten werden «kaum vor 2018 beginnen», stellte Baumann fest. Welche Auswirkungen das Vorhaben auf den Steuerfuss der Gemeinde haben wird, könne noch nicht abschliessend beurteilt werden, fügte der Gemeindeammann an. Er geht von einer Erhöhung von 5 bis 6 Prozentpunkten aus.

Geschäft zurückgezogen

Die weiteren Geschäfte haben die 79 anwesenden Stimmberechtigten – von insgesamt 1249 Stimmberechtigten – in etwas mehr als einer Stunde mit grosser Mehrheit angenommen: Rechnung 2015; Kreditabrechnungen; Einbürgerungen; Reglement und Preisblatt Netzanschluss der Elektrizitätsversorgung; Abfallreglement.

Nicht zur Debatte stand der Kredit für den Ersatz der Wasserleitung im Rebmattweg. Weil eine weitere Leitung sanierungsbedürftig ist, hat der Gemeinderat das Geschäft zurückgezogen. Der Kredit soll der kommenden Wintergemeindeversammlung zur Beschlussfassung unterbreitet werden.

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