Brugg

Baumeisterarbeiten sind vergeben – unumgängliche Verkehrsbehinderungen bei Baustart im Mai

Das Stimmvolk sagte bereits im Juni 2013 Ja; Im Mai 2019 starten die Bauarbeiten für die Südwestumfahrung Brugg. Nun gibt der Regierungsrat bekannt, welche Firma den Zuschlag bekommen hat. Voraussichtlich dauern die Bauarbeiten dreieinhalb Jahre.

Claudia Meier
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Mit der Südwestumfahrung gibts in Brugg West einen Kreisel. (Visualisierung)

Mit der Südwestumfahrung gibts in Brugg West einen Kreisel. (Visualisierung)

zvg / BVU

Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat am 19. Dezember die Baumeisterarbeiten für das grosse Strassenbauprojekt Südwestumfahrung Brugg an die Implenia Schweiz AG vergeben. Der Umfang dieses Auftrags beträgt rund 30 Millionen Franken. «Sofern der Landerwerb wie geplant abgeschlossen werden kann, startet das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) mit dem Grossprojekt im Mai 2019. Dafür sind vorgängig Rodungsarbeiten notwendig», heisst es in einer Mitteilung des Regierungsrats. Diese seien Ende Januar 2019 geplant und würden von den ortsansässigen Forstbetrieben Brugg und Birretholz ausgeführt.

Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit werden ab Mai unumgänglich sein. Für die Anschlussknoten Kreisel West auf der Aarauerstrasse, den Anschlusspunkt an den Autobahnzubringer Hausen (im Bereich der SBB-Überführung in Windisch) und den Anschlusspunkt K 401 (neu bei der Aarauerstrasse in Brugg) richtet das BVU Umleitungen und Lichtsignalanlagen ein. «Die Bauarbeiten dauern gesamthaft rund dreieinhalb Jahre und werden voraussichtlich bis Ende 2022 abgeschlossen», teilt der Regierungsrat weiter mit.

Aargauer Stimmvolk sagte 2013 Ja

Die Kosten für den Strassenausbau inklusive Landerwerb sowie ökologische Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen belaufen sich gemäss Kostenvoranschlag auf total 46,45 Millionen Franken. Das Aargauer Stimmvolk hiess dieses Bauvorhaben im Juni 2013 an der Urne mit 88 930 Ja- zu 41 362 Nein-Stimmen deutlich gut. In der Stadt Brugg war der Zuspruch mit 1687 Ja- zu 1506 Nein-Stimmen kleiner. Zuvor – im September 2012 – hatte das Stimmvolk von Brugg dem Interessensbeitrag von 4,41 Millionen Franken für den Bau der Südwestumfahrung zugestimmt: mit 1797 Ja- zu 1178 Nein-Stimmen. Dieser Beitrag wurde im Investitions- und Finanzplan der Einwohnergemeinde Brugg eingestellt und wird aufgrund von Verzögerungen bei der Baubewilligung ab 2019 zur Zahlung fällig.

Die Südwestumfahrung Brugg soll das Zentrum von Brugg-Windisch vom Durchgangsverkehr entlasten. Das Projekt steht in einem grossräumigen verkehrlichen Zusammenhang. In der Region Brugg-Windisch-Baden geht es vor allem um eine optimale Anbindung des Verkehrs aus dem unteren Aaretal und vom westlichen Aaretal an das übergeordnete Nationalstrassennetz.