Brugg

Advent, Advent: Wenn Heavy-Metaller Weihnachten feiern

Es muss nicht immer «Leise rieselt der Schnee» sein. Jedenfalls, wenn es nach der Brugger Heavy-Metal-Band Gonoreas geht. Die Band feiert in den Brugg den Jahresabschluss mit dem Winter Rock Festival.

Michael Hunziker
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Lassen es krachen: Zusammen mit Gonoreas werden insgesamt sieben Bands auf der Bühne stehen.

Lassen es krachen: Zusammen mit Gonoreas werden insgesamt sieben Bands auf der Bühne stehen.

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Am Samstag, 15. Dezember, findet in der Turnhalle Au zum vierten Mal das Winter Rock Festival statt. Organisiert wird es von Gonoreas, die zusammen mit sieben anderen Bands auf der Bühne stehen wird.

Wieso ein Heavy-Metal-Festival mitten in der besinnlichen Adventszeit? Sinn und Zweck sei es, den Jahresabschluss am Gründungsort der Band zu feiern, sagt Gonoreas-Gitarrist Damir Eskic. Der Anlass sei ein Geschenk an die Fans. «Ein grosser Vorteil ist, dass gegen Jahresende alles ein bisschen ruhiger wird und wir anderen, grösseren Festivals nicht in die Quere kommen. Das wirkt sich positiv auf die Besucherzahlen aus», so der Gitarrist. Kein unwesentlicher Faktor, auch wenn beim Winter Rock Festival mit seinen moderaten Ticketpreisen nicht der Profit im Vordergrund stehe. «Ein weiterer Pluspunkt ist, dass befreundete Bands für einmal bei uns spielen können, während wir ein anderes Mal bei ihnen zu Gast sind», sagt Eskic.

Der Metal-Tradition verpflichtet

Bei der Musik werde Wert auf ein breites Spektrum gelegt, hält der Gonoreas-Gitarrist fest. «Es gibt heutzutage unzählige Bands. Je nachdem, was gerade angesagt ist, tönen allerdings viele recht ähnlich. Wir wollen, dass verschiedene Metal-Stilrichtungen vertreten sind und es dann und wann Platz hat für einen Exoten», sagt Eskic. «Wichtig ist der ausgewogene Mix, ohne die Heavy-Metal-Tradition aus den Augen zu verlieren.»

Gonoreas sind seit 1994 unterwegs, seit 2000 organisieren sie ein eigenes Festival. In den ersten Jahren fand der Anlass im Brugger Salzhaus statt. Weil der Austragungsort mitten im Zentrum nicht ganz unproblematisch war – Stichwort Lärm – begaben sich die Organisatoren auf die Suche nach einer neuen Lokalität. Kein leichtes Unterfangen, wie sich Damir Eskic erinnert. «Aber die Stadt war sehr hilfsbereit.» Und 2009 wurde man mit der Turnhalle Au in Brugg-Lauffohr fündig. «Für uns passt dieser Ort mit Platz für rund 500 Konzertbesucher in wunderschöner Umgebung perfekt», sagt Eskic. «Hier können wir ungestört feiern.» Das Festival habe sich etabliert. Anständig und friedlich sei es in der Vergangenheit jeweils zu- und hergehen. «Probleme hatten wir bisher keine.» Und daran soll sich nichts ändern.

Intensiv und turbulent

Mit ihrem eigenen Festival an ihrem Gründungsort schliessen Gonoreas übrigens ihre Apocalypse Tour 2011/12 ab. 25 Auftritte in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und England standen auf dem Programm. «Mit der Tour sind wir absolut zufrieden», sagt Eskic. «Es war ein schönes, aber auch ein anstrengendes und intensives Jahr», fasst der Gitarrist zusammen und erwähnt den Sängerwechsel im Herbst. «Zum Glück konnten wir mit unserem neuen Bandmitglied einen Volltreffer landen.»

Und schliesslich hätten die ganzen Turbulenzen die Band weitergebracht. Beste Voraussetzungen also für das neue Album, dem sich Gonoreas jetzt widmen wollen. «Wir werden uns zurückziehen und an neuen Songs arbeiten», sagt Eskic. «Wir sprühen vor Ideen.»

Winter Rock Festival in der Turnhalle Au in Brugg-Lauffohr am 15. Dezember; Türöffnung 17.30 Uhr, Konzertbeginn 18 Uhr; ab 17.45 Uhr gratis Shuttlebus ab Bahnhof Brugg.