Argovia-Fäscht
45'000 feiern an der grössten Party der Schweiz

Am ausverkauften Argovia-Fäscht 2012 feierten 45'000 Besucher Bands wie Bastian Baker, Pegasus, Lovebugs, Marlon Roudette, Bligg und Stress. Die grosse Party auf dem Birrfeld dauerte bis weit nach Mitternacht - und verlief friedlich.

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Zusätzliche Impressionen vom Argovia Fäscht
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Bereits bei Bastian Baker kam eine Riesenstimmung auf im Birrfeld
Bereits bei Bastian Baker kam eine Riesenstimmung auf im Birrfeld2
Stargovia-Siegerband Al Pride spielte vor grossem Publikum
Fans beim Konzert von Stargovia-Siegerband Al Pride
Die Bieler Band Pegasus in Aktion
Fans am Pegasus Konzert
Die Basler Lovebugs brachten das Publikum in Hochstimmung
Die Basler Lovebugs brachten das Publikum in Hochstimmung3
Die Basler Lovebugs brachten das Publikum in Hochstimmung4
Bligg präsentierte die Youngblood Brass Band3
Bligg präsentierte die Youngblood Brass Band
Bligg präsentierte die Youngblood Brass Band2
Riesige Mengen an festfreudigen Menschen sammelten sich im Birrfeld

Zusätzliche Impressionen vom Argovia Fäscht

André Albrecht

«Sali zäme, wie geits?». Mit diesen Worten hat der welsche Charmeur dann das Publikum am Argovia Fäscht begrüsst und das grösste Schweizer Eintagesfestival so richtig lanciert. Normalerweise strömen die grossen Massen erst gegen 18 Uhr aufs Birrfeld, diesmal kamen sie viel früher.

Manche sind seit 11 Uhr vor dem Eingang angestanden, um einen Platz in der ersten Reihe bei der grossen Bühne zu ergattern. Alle wollten um 16.45 Uhr bei perfekten Openair-Wetter und 25 Grad den Aufsteiger und neuen Stern am Schweizer Pophimmel live erleben.

Der Lausanner trat in der Deutschweiz bisher meistens Solo mit Gitarre auf, jetzt auf dem Birrfeld mit seiner ganzen Band. Umso mehr Druck und Stimmung machte die Band. «Lucky, I'm lucky. And I hope I'll always be», sang Baker zusammen mit dem Publikum und lieferte dabei den perfekten Soundtrack für das Argovia Fäscht und die anderen Traumboys von Pegasus, Al Pride, Marlon Roudette, Lovebugs, Bligg und Stress. Die Organisatoren erwarteten schon am frühen Abend ein ausverkauftes Fäscht mit gegen 50000 Zuschauern.

Marathon für Baker

Bastian Baker hatte nach seinem Auftritt von 16.45 bis 17.30 Uhr am Argovia-Fäscht noch keinen Feierabend: Um 17.35 besteigt er den Helikopter ab Flugplatz Birrfeld Richtung Genf, wo er im Vorprogramm von Altmeister Johnny Hallyday ein Konzert gibt.

Danach geht's mit dem Flugzeug von Genf nach Kloten. Um 22 Uhr soll am Pfäffikersee auf der Bühne stehen. Hoffentlich hat das Flugzeug keine Verspätung.

Pegasus begeiste

Die Bieler Jungs von Pegasus beweisen durch ihren Auftritt, dass sie nicht nur tolle Songs schreiben können, sondern dass sie auch Live in die schweizer Topliga gehören. Ein Höhepunkt.

Marlon Roudettes Mutter gibt Comeback

Der britische Hitparadenstürmer Marlon Roudette gibt sich ganz ungezwungen und ohne Starallüren. Im lockeren Gespräch mit der az erzählt er von seinen berühmten Familien Mitgliedern, seinem Stiefopa, Free-Jazz-Pionier Don Cherry und seiner Stiefmutter Neneh Cherry. Diese hatte in den 80er und 90er-Jahren einige Welthits, zog sich dann aber zurück. «Neneh gibt jetzt ein Comeback», erzählt er, «aber nicht Pop oder Hip-Hop, sonder Jazz». Neneh Cherry wandelt also neustens auf den Pfaden ihres Vaters Don. «Die Musik gefällt mir», sagt Marlon, «doch die andere Neneh Cherry hat mir besser gefallen.»

Der Autor Stefan Künzli mit Marlon Roudette

Der Autor Stefan Künzli mit Marlon Roudette

Werner De Schepper

Die Überraschungen des Argovia Fäschts: Noah Veraguth von Pegasus spielt auch Klavier. Und Marlon Roudette auch Steel Drums - und wie. Man merkt, dass er bis zu seinem 17. Geburtstag auf St. Vincent in der Karibik gelebt hat. Die Zuschauer waren aber fast etwas überfordert. Wirklich mitgefestet haben sie erst bei seinen grossen Hits wie "New Age" und "Big City Life".

Festival-Premiere von Bligg mit der Young Blood Brass Band

Kaum zu glauben, dass die Musik einer Brass Band openair-tauglich ist. Doch Bligg macht's möglich. Die Umsetzung seiner Musik auf die 12-köpfige Youngblood Brass Band funktioniert auch im Rahmen eines Openairs. Die 45000 Zuschauer am Argovia Fäscht waren begeistert und feierten bis gegen Mitternacht.

Der Andrang ist riesig
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Kids on Stage machten am Samstagnachmittag den Auftakt
Tausende hören Bastian Baker zu
Dem Lausanner lagen vor allem die Mädchen zu Füssen
Köpfe so weit das Auge reicht
Blick auf das Festgelände
Strahlender Sonnenschein
Argovia-Fäscht ist auch eine Kilbi
Etwas Geduld ist gefragt, um ein Soft Ice zu kaufen
Die Beizli-Meile ist während dem Konzert von Bastien Baker ziemlich leer
Stargovia-Siegerband Al Pride
Gut gelaunte Konzert-Gänger
Pegasus auf der Bühne
Blick auf die Bühne auf dem Birrfeld
Schlagzeuger Stefan Brenner von Pegasus
Auch Regierungsrat Urs Hofmann war da, als Pegasus spielten
Ein Fan hat Marlon Roudette im Publikum entdeckt
Bligg, ein Star zum Anfassen
Lovebugs heizen dem Publikum ein
Adrian Sieber, Sänger der Lovebugs
Migros-Chef Herbert Bolliger mit Starwerber Frank Bodin im VIP-Zelt während draussen die Lovebugs spielen
Marlon Roudette
Stress
Bligg bei seinem Auftritt

Der Andrang ist riesig

André Albrecht

Ein würdiger Headliner. Bligg war zuvor mit der Brassband auf Clubtour. Der Auftritt am Argovia Fäscht war der erste von zwei Auftritten an einem Openair Festival.

Stress wie zu seinen besten Zeiten

"Stress ist eine geile Sau, er wird das Birrfeld rocken", prophezeite Adrian Sieber in der az. Der Sänger der Lovebugs sollte recht behalten. Nach Mitternacht schaltete der Lausanner noch einen Gang höher als alle anderen. Dabei kamen ihm seine Fähigkeiten als Animator zu Gute.

Und vor allem: Stress scheint seine schweren Rückenprobleme tatsächlich überwunden zu haben, hüpfte, sprintete und wetzte über die Bühne wie zu seinen besten Zeiten. Unterstützt wurde Stress von Sängerin Karolyn, dem jungen Rapper M.A.M. Höhepunkte waren die Gastauftritte von Bligg sowie Noah Veraguth.

Keine Zwischenfälle

Ausser dass einigen Festbesuchern die Hitze zu schaffen machte und deshalb behandelt werden mussten, waren bis zum offiziellen Festende keinen nennenswerte Zwischenfälle zu verzeichnen, wie die Veranstalter in den frühen Morgenstunden vermeldeten.

Auch die Polizei musste in und um das Festareal nur vereinzelt einschreiteten, wie es in einer Mitteilung heisst. Nur wenige Tätlichkeiten und Streiterien seien gemeldet worden

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