Windisch

150 Kinder eifern Lionel Messi nach

150 Kinder trainieren für eine Woche im Swiss Soccercamp im Windischer Dägerli. Jeden Tag von 10 bis 15.30 Uhr dribbeln, laufen und jonglieren die 6- bis 14-jährigen Jungs – acht Mädchen sind auch dabei – was das Zeug hält.

Irene Hung-König
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Grün so weit das Auge reicht: Die Junioren haben einen Trainingstag hinter sich.

Grün so weit das Auge reicht: Die Junioren haben einen Trainingstag hinter sich.

Stolz stehen sie da in einer Reihe. In ihren grasgrünen Tenues, den ebenso farblich giftigen Stulpen und den weissen Hosen sind sie kaum voneinander zu unterscheiden. Auf den Shirts prangt meist die Nummer 10, die Zahl des argentinischen Weltstars Lionel Messi. Die rund 150 Kinder des Swiss Soccercamp lernen in dieser Woche auf dem Trainingsgelände des FC Windisch, was es heisst, Fussballer oder Fussballerin zu sein. Jeden Tag von 10 bis 15.30 Uhr dribbeln, laufen und jonglieren die 6- bis 14-jährigen Jungs – acht Mädchen sind auch dabei – was das Zeug hält.

Jeder Tag im Soccercamp ist unterschiedlich, je nach Alter und Können gestaltet. Am Ende des ersten Tages sassen die Trainer zusammen, um wenn nötig, die Gruppe anzupassen: «Das sieht man erst nach einem Tag, ob die Gruppen richtig zusammengestellt sind. Wenn nötig, wird der eine oder andere Junior versetzt», sagt Campleiter Raimondo Ponte, Neffe des gleichnamigen ehemaligen Nationalspielers. Stolz erzählt Raimondo Ponte, dass rund 80 Kinder des FC Windisch und 70 Auswärtige unter anderem aus Birr, Lupfig, Wohlen und Fislisbach am Soccercamp teilnehmen.

Schuhe binden gehört dazu

Lustig geht’s bei den Kleinsten zu und her: Da muss Trainer Alex Veljanovski nicht nur Fussballtricks erklären, sondern auch mal Schuhe zubinden oder die 6-Jährigen aufmuntern, wenns mal nicht so läuft.

«Wir absolvieren Passspiele, üben uns im Sprint oder Slalom», sagt Alex Veljanovski zum Programm. «Ich spiele am liebsten Mätschli», sagt Junior Nick. Kollegin Cheryl hat es gefallen, den Ball zu führen und um die blauen «Töggeli» zu dribbeln.

Wer den ganzen Tag tschuttet, muss auch was essen. Cesci Delvecchio steht am riesigen Herd in der Zivilschutzanlage, die sich neben dem Dägerli-Clubhaus befindet. Ghackets und Hörnli steht auf dem Programm. «21 Kilogramm Hörnli werde ich dafür benötigen. Und wie bringt man 150 Kinder einigermassen geordnet an den Tisch? «Gruppe für Gruppe wird aufgefordert, das Essen zu fassen. Sonst gibts ein Durcheinander», lacht Delvecchio.