Gebenstorf

Wohnwagen-Explosion: Schuld war wohl der Heizlüfter

An der Oberdorfstrasse kam es am Sonntag zu einer Explosion in einem Wohnwagen: Der Besitzer wurde leicht verletzt.

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Gasverpuffung liess den stillgelegten Wohnwagen explodieren. Beat Kälin

Gasverpuffung liess den stillgelegten Wohnwagen explodieren. Beat Kälin

Beat Kaelin

Am Sonntag kurz vor 17 Uhr knallte es am Waldrand: In einem Wohnwagen auf einem Privatgrundstück war es zu einer Gasverpuffung gekommen, wie die Kantonspolizei mitteilt. Der 46-jährige Besitzer hielt sich zur Zeit des Unfalls im Wohnwagen auf. Durch die Wucht der Verpuffung wurden die Seitenwände des Campingwagens aus den Fugen gerissen und der Mann weggeschleudert. Dabei zog er sich Brandverletzungen im Gesicht zu. Jedoch war der Mann ansprechbar, als die Ambulanz eintraf. Er wurde sofort ins Kantonsspital Baden gebracht.

Noch ist die Ursache der Verpuffung unklar. «Es liegt aber nahe, dass der mit Gas betriebener Heizlüfter Schuld am Unfall ist», sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei. Denn eine Verpuffung entstehe, wenn Gas ausströmt und dadurch die Luft entzündbar wird. «Kommt eine Zündquelle dazu, entsteht eine starke Druckwelle», erklärt Graser. Glücklicherweise waren keine leicht entzündbaren Gegenstände in unmittelbarer Nähe. «Deshalb ist es zu keinem grössern Brand gekommen.» Trotzdem entstand an dem Wohnwagen ein Totalschaden.

Fehlbedienung im Vordergrund

Wieso der Besitzer das ausströmende Gas nicht roch, ist unklar. «Es müssen erst noch genauere Abklärungen gemacht werden», sagt Graser. Derzeit stehen aber technische Ursachen oder eine Fehlbedienung des Geräts im Vordergrund der polizeilichen Ermittlungen.

Beim Besitzer des Wohnwagens handelt es sich um einen Landmaschinenmechaniker, wie Nachbarn gegenüber Tele M1 bestätigen. Der 46-Jährige habe den Wohnwagen, der schon seit langer Zeit am Waldrand stand, regelmässig als Pausenraum benutzt. (BSC)