Einwohnerrat

Stadt Baden will 140'000 Franken für Kommunikations-Experten ausgeben – SVP kündigt Widerstand an

Am Dienstag stimmt der Einwohnerrat über den 950'000-Franken-Kredit für eine neue Bau- und Nutzungsordnung ab. Einen Teil davon will der Stadtrat für ein externes Kommunikationsbüro ausgeben – obwohl die Stadt eine eigene Kommunikationsabteilung hat. Das stösst der SVP sauer auf.

Pirmin Kramer
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Die Stadt Baden strebt die Gesamtrevision der Nutzungsplanung an. Dafür müsse die Bevölkerung informiert werden – von einem externen Büro.

Die Stadt Baden strebt die Gesamtrevision der Nutzungsplanung an. Dafür müsse die Bevölkerung informiert werden – von einem externen Büro.

CH Media

Am Dienstagabend stimmt der Einwohnerrat über einen Verpflichtungskredit von 950'000 Franken für die Gesamtrevision Bau- und Nutzungsordnung (BNO) ab. 15 Prozent des beantragten Kredits, konkret 140'000 Franken, sollen für eine «begleitende Kommunikation» verwendet werden.

Der Stadtrat schreibt in der Vorlage: «Aufgrund der Grösse und Komplexität des Projektes wird das Mandat für die begleitende Kommunikation an ein externes Büro vergeben. Eine Abstimmung mit der internen Kommunikation der Stadt Baden ist notwendig und wird frühzeitig angegangen.»

«Wir verstehen nicht, warum nicht die interne Kommunikationsabteilung informieren kann»

Die SVP kündigt an, dazu an der Sitzung vom Dienstag einen Antrag zu stellen: Sie will verhindern, dass die Stadt ein externes Kommunikationsbüro beauftragt. Fraktionspräsident Daniel Glanzmann: «Wir haben vor einigen Jahren schon den Antrag gestellt, dass die interne Kommunikationsstelle bei der Stadt Baden gestrichen wird. Wir fanden dafür keine Mehrheit. Wir verstehen nicht, warum nun nicht die interne Kommunikationsabteilung über die BNO informieren kann.»

Daniel Glanzmann ist überzeugt, dass bei der Stadt Baden das Wissen und die Kompetenz dafür vorhanden wäre: «Stadtammann Schneider und Monika Suter von der Abteilung Planung und Bau haben uns an der Fraktionssitzung kompetent und verständlich informiert. Sie könnten die BNO auch der Bevölkerung nahe bringen, in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kommunikation.» Es mache keinen Sinn, dafür 140000 Franken auszugeben.