Baden

Schöne Geste: Überraschend 2000 Masken aus China erhalten – was nun damit passiert

Martin Rupf
Drucken
Teilen
David Ostfeld erhielt Post aus China: Im Karton befanden sich 2000 Masken.

David Ostfeld erhielt Post aus China: Im Karton befanden sich 2000 Masken.

zVg

Der Badener Jungunternehmer David Ostfeld staunte nicht schlecht, als der Pöstler am Spreitenbacher Firmensitz von Yadea Schweiz plötzlich ein grosses Kartonpaket ablieferte. In der Schachtel befanden sich rund 2000 Schutzmasken. Absender der Ladung war sein chinesischer Lieferant in Wuxi, in der Nähe von Schanghai.

Vor gut einem Jahr hat der heute 35-Jährige mit zwei Jugendfreunden eine Firma gegründet, welche seit Mitte 2019 Schweizer Generalimporteur von Yadea ist, dem weltweit grössten Produzenten von Elektro-Zweirädern. «Bei Reisen in China ist uns aufgefallen, dass benzingetriebene Roller innerhalb weniger Jahre fast vollständig verschwunden sind und umweltfreundlicheren Elektro-Rollern Platz gemacht haben. In der Schweiz gibt es zwar sehr viele E-Bikes, Roller und Motorräder, sie sind jedoch noch vorwiegend mit C02-ausstossenden Verbrennungsmotoren unterwegs», so Ostfeld. Die Firmeninhaber hätten sich in China immer wieder ein Bild von den Produktionsprozessen und Produktinnovationen gemacht. «Zuletzt war ich kurz vor Ausbruch des Coronavirus in China.»

Mitte Januar habe sich dann der chinesische Lieferant verzweifelt gemeldet, er benötige dringend Schutzmasken, da in China eine akute Maskenknappheit herrsche. «Wir haben dann sofort bei Schweizer Herstellern Schutzmasken gekauft und diese per Express nach China zu den Yadea-Werken geschickt.» Umso schöner sei nun die Geste aus China. «Jetzt wo dort offenbar das Gröbste überstanden ist und hierzulande die Masken knapp werden, hat sich unser chinesischer Geschäftspartner bei uns revanchiert», so Ostfeld. Er und seine Firmenpartner haben nun entschieden, die 2000 Masken an einen Arzt aus der Region weiterzugeben, der sie wiederum unter seinen Kollegen und dem medizinischen Pflegepersonal verteilen wird. «Dort werden sie sicher gebraucht», ist Ostfeld überzeugt.