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Polizei am Blitzen gehindert? Autofahrer vor Gericht frei gesprochen

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Vor gut eineinhalb Jahren tappte ein Autofahrer in Niederrohrdorf in eine Radarfalle der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal. Danach kehrte er um, parkierte seinen Wagen und soll die Polizei bei der Arbeit gestört haben. "Er ist zum Blitzer gelaufen, hat ihn fotografiert, lief auf der Strasse rum und hat die anderen Fahrzeuge mit der Hand herunter tempiert", sagt Daniel Bodenmann von der Regionalpolizei zum Regional-TV-Sender Tele M1.

Als ihn Bodenmann ansprach, soll er dessen Anweisungen nicht befolgt haben. Im Gegenteil: Er parkierte seinen Wagen vor dem Sensor des Blitzers, sodass dieser keine Tempo-Sünder mehr fotografieren konnte. Er wollte ausserdem seinen Ausweis nicht zeigen und redete unflätig auf Bodenmann ein. Es brauchte eine zweite Patrouille, die den Mann auf den Polizeiposten mitnahm.

Am Gericht lautete der Tatbestand auf Hinderung einer Amtshandlung. Der Beschuldigte gab an, er habe nur kontrollieren wollen, ob der Blitzer echt sei. Weil Aussage gegen Aussage stand, sprach ihn das Gericht – im Zweifel für den Angeklagten – frei. (mwa)