Bäder

Petitionäre kritisieren Mario Bottas Bäder-Projekt

Das Bäder-Projekt und der Gestaltungsplan sollen überarbeitet werden: Das verlangt die IG «schöner baden» in einer Petition, die sie dem Stadtrat überreicht hat.

Pirmin Kramer
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Petition

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Aargauer Zeitung

«Wir möchten ein neues Thermalbad für Baden – aber ein passendes.» So heisst der Titel der Petition der Interessengemeinschaft «schöner baden», die von 1430 Menschen unterzeichnet worden ist. Christoph Lüber von der IG hat die Petition gestern der Badener Stadträtin Daniela Oehrli übergeben. «Die Unterzeichnenden fordern vom Badener Stadtrat und der Verenahof AG eine grundlegende Überarbeitung des Gestaltungsplans und des überdimensionierten Bäder-Projekts», heisst es in der Petition weiter.

«Es geht um ein kulturelles Erbe»

Gemäss einem Passus, der auf Entscheid des Einwohnerrats in die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) aufgenommen wurde, müssten sich Neubauten gut ins Bäderquartier einfügen, erklärt Lüber. «Das ist mit diesem Projekt aber nicht der Fall. Es ignoriert die bestehenden Gebäude, ist nur auf sich selbst bezogen und wäre gar das längste Gebäude von Baden.»

Der Passus sei von der SP Baden als Bedingung für die Annahme der BNO Teilrevision vorgeschlagen worden. Jetzt sei es die Aufgabe des Stadtrates, dafür zu sorgen, dass diese neue Forderung auch umgesetzt werde, so Lüber. Das Bäder-Projekt des Architekten Botta gehe nicht nur den Eigentümer und den Investor etwas an. «Bei den Bädern geht es um das kulturelle Erbe Badens», sagt Lüber. Mit dem Projekt würde die Zukunft des Bäderquartiers verbaut. «Es soll ein 130 Meter langes Flachdach geben. Das sähe mehr aus wie eine Landepiste als wie ein Thermalbad.» Es entstehe kein Miteinander, sondern ein Gegeneinander von Neu und Alt. Dass auch Menschen von ausserhalb des Kantons die Petition unterzeichneten, bezeuge die überregionale Ausstrahlung des Bäderquartiers.

«Bereits viele Anpassungen vorgenommen»

Badens Stadtammann Stephan Attiger sagt: «Tatsache ist, dass das Projekt seit vier Jahren dauernd überarbeitet wird.» Es seien bereits viele Anpassungen vorgenommen worden: «Das Gebäude im Limmatknie ist kleiner geworden, und auch das eigentliche Bad ist kleiner geworden. Zudem wurden die Parkplätze reduziert.»

Die Gestaltung des Projekts sei nicht die Aufgabe Badens. Die Aufgabe der Stadt sei es gewesen, die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung durchzuführen, sagt Attiger. «Sie wird Gültigkeit erlangen, der Einwohnerrat hat sie ohne Gegenstimme genehmigt, das Referendum ist nicht ergriffen worden.» Stadt und Kanton müssen hingegen den Gestaltungsplan genehmigen. Eine Vorprüfung des Kantons habe stattgefunden, er werde öffentlich aufgelegt. «Es gibt auch die Möglichkeit, Beschwerde einzureichen.» Von der Verenahof AG war bis Redaktionsschluss niemand für eine Stellungnahme erreichbar.