Turgi/Gebenstorf

Nach Streit in Kirchgemeinde: Bischof Gmür greift durch – Änderung beim umstrittenen Priester

Trotz der Rücktrittsaufforderung von Bischof Felix Gmür blieb der pfarrverantwortliche Priester Adam Serafin in der Kirchgemeinde. Nun lässt der Bischof beide Seelsorgestellen durch das Bistum neu besetzen.

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Bischof Felix Gmür. (Archivbild)

Bischof Felix Gmür. (Archivbild)

Corinne Glanzmann

Ist der Streit in der Katholischen Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi damit beigelegt? Felix Gmür, Bischof von Basel, hat sich mit einem öffentlichen Brief zu Wort gemeldet, der im Pfarrblatt «Horizonte» abgedruckt worden ist. Darin macht er seine Entscheide publik, dank denen «Frieden einkehren» soll.

Eine Gruppe mit mehreren Dutzend Mitgliedern störte sich seit Monaten am konservativen Kurs der Kirchenpflege sowie des pfarrverantwortlichen Priesters Adam Serafin. Der Gemeindeleiter und Diakon Peter Daniels könne sich unter ihm nicht entfalten, so ihr Vorwurf. Diesen Sommer gab Peter Daniels bekannt, dass er eine neue Stelle gesucht und gefunden habe. Bischof Felix Gmür schrieb danach Adam Serafin in einem Brief, der an die Öffentlichkeit gelangte, dass er von ihm den Rücktritt erwarte. Doch dieser trat nicht zurück.

Pater Adam Serafin (Mitte) an einem ökumenischen Gottesdienst.

Pater Adam Serafin (Mitte) an einem ökumenischen Gottesdienst.

zvg

Nun teilt der Bischof mit (der Brief im Wortlaut): «Um den Frieden in den Pfarreien wiederherzustellen, habe ich Folgendes beschlossen: 1. Die beiden Seelsorgestellen müssen neu besetzt werden. 2. Die Demission von Diakon Peter Daniels als Gemeindeleiter habe ich auf den 30. September angenommen. 3. Pater Adam Serafin, mitarbeitender Priester mit Pfarreiverantwortung, erhält eine neue Missio als Kaplan bis Ende Jahr für die Pfarreien Gebenstorf und Turgi. 4. Ab sofort übernimmt, wie bei Vakanzen in der Region üblich, das Bischofsvikariat St. Urs beziehungsweise Bischofsvikar Valentine Koledoye die Verantwortung für die drei Pfarreien Birmenstorf, Gebenstorf und Turgi. 5. Bistum und Bischofsvikariat werden die Neubesetzung der Seelsorgestellen fortsetzen.»

Es sei seine Hoffnung, dass Frieden einkehre. Und dass durch eine konstruktive Zusammenarbeit von Bischofsvikariat und Kirchenpflegen im Seelsorgeverband die Herausforderungen in den Pfarreien gemeistert werden können, schliesst Bischof Felix Gmür seinen offenen Brief. (pkr)